Wörterschmied

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    • Wörterschmied

      Zeit die Gedanken auf Reisen zu schicken,
      um hinter das Weiß der Seite zu blicken.
      Auf verlassene Städte, in zerfallenen Reichen,
      mit eisigen Gipfeln und schlammigen Teichen.

      Schon schmiede ich flüsternd Palastintrigen,
      ziehe mit Rittern, die Drachen besiegen.
      Bestaune Caesaren beim Posieren für Büsten,
      erfriere mit Händlern in nächtlichen Wüsten.

      Bald helf` ich der Magd den König zu morden,
      dann suche ich Stille in einsamen Fjorden.
      Verfolge Schatten durch fiebrige Träume,
      oder hänge Verräter an knorrige Bäume.

      Diese Figuren verzehren die Stunden,
      während wir meine Welten erkunden.
      Geschichten fließen durch meine Hände,
      überall Fenster anstatt grauer Wände.

      Nur Schreiben kann mich so faszinieren,
      mein Glück lässt sich einfach ausbuchstabieren.
      Phantasie nimmt mich mit, zu den seltsamen Orten,
      kommt mich besuchen, folgt einfach den Worten.

      ©Yue
      "Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend-bewahre aber das Aussehen einer Rose" Pita Amor

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yue ()

    • Hallo Yue,
      ja die wahren Abenteuer sind im Kopf und Schreiben öffnet ihnen die Tür zu den Köpfen der Leser.
      Konstruktiv hätte ich mich über eine (einfacher) nachvollziehbare Querverbindung z.B. beim Königsmord gefreut.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Yue,

      Gedanken und Bilder, die du in der Wörterschmiede gefertigt hast,
      gefallen mir. Sie fügen sich zu einem Loblied auf die Phantasie und das
      Schreiben - da singe ich gerne mit.
      Nach vier Strophen Kreuz und Quer durch das Land der Phantasie zieht
      sich das LI erschöpft zurück und, so mein Eindruck, die Verfasserin
      selbst meldet sich zu Wort.
      So kann ich nicht nur einige Skizzen aus der Wörterschmiede
      betrachten, sondern mich dort sogar ein wenig umschauen; spannend.

      während wir meine Welten erkunden.
      Das 'wir' taucht recht überraschend auf, meine ich.

      Meine Lieblingsverse.
      Geschichten fließen durch meine Hände,
      überall Fenster anstatt grauer Wände.

      Gern gelesen (und ein wenig mitgehämmert ;) )

      LG
      Berthold
    • Hallo Yue,


      Sushan schrieb:

      um hinter das Weiß der Seite zu blicken.
      Das ist meine Lieblingszeile, obwohl sie ja eigentlich in sich widersprüchlich ist. Das Reich der Fantasie, aus dem sich dein Gedicht im Wesentlichen speist, liegt ja für den Lesenden nicht hinter den weißen Seiten der Bücher oder Bildschirme, sondern im Gegenteil darauf. Schwarz auf weiß (gut, eigentlich im Hirn des Lesers, aber Du weißt, was ich in Bezug auf deine Metapher sagen will, oder? ^^ ).

      Derjenige bzw. diejenige, die allerdings von diesem Reich den weißen Schleier erst wegreisst - wegschreibt -, für den bzw. die ist die weiße Seite tatsächlich ein Hindernis und eine Herausforderung. Das leere Blatt zu füllen ist schwieriger, als hinterher etwas zu verbessern. Daher gibt es Autoren und Lektoren. :) Und dieser Gedanke schlägt den Bogen zu deiner letzten Strophe.

      Dazwischen, von den zwei Zeilen nach der zitierten bis zum Ende der vierten Strophe, lässt Du uns einen wohlformulierten Blick auf dieses Reich werfen. Ich habe ja Game of Thrones nie gesehen, nur mal hie und da einen Artikel darüber gelesen. Es kommt mir vor, als könnte die Serie dein Reich der Phantasie sehr inspiriert haben.

      Diesen Ausblick möchte ich auch nicht missen. Aber die Stützpfeiler deines Gedichts stecken in meinen Augen in den ersten beiden Zeilen und der letzten Strophe.

      LG

      Ruedi
    • Hallo liebe Yue,

      du hast viel Phantasie und mit deinem außergewöhnlichen Wortschatz kannst du sehr schöne Geschichten schreiben und ich bekomme beim Lesen deiner
      Gedichte gleich Bilder "mitgeliefert", es macht Freude deine Zeilen zu lesen.
      Am Besten gefällt mir die letzte Strophe.

      Herzliche Grüße
      eiselfe
      Das Leben ist zu kurz - für Irgendwann.

      Was sein wird, wird sein
    • Hallo Sushan,
      das Schreiben ist auch meine Leidenschaft, bei mir reicht's allerdings nur für Gedichte. Alles andere ist mir zu "anstrengend".
      Schön wenn beim Schreiben die Ideen nur so sprudeln und die Phantasie mit einem durchgeht. Da kann man für Stunden schon mal in eine andere Welt entschwunden sein.
      Dein Gedicht gefällt mir, hab's sehr gern gelesen.
      Liebe Grüße
      Wilde Rose
    • schon wieder zu spät.
      Liebe Yue, ich kann und muss mich den Vorkommentatoren unbedingt anschließen. Du haderst manchmal ob deiner deutschen Sprachkenntnisse, tatsächlich aber bist du mir und den Meißten weit voraus. Dieses Gedicht ist in der Technik, Wortwahl, Reimfolge und Aussage ein kleines Meisterwerk.

      Wiedermal eine Bestätigung dafür, warum wir dich hier alle schätzen und gern haben
      Gruß
      Heinz
      silbern ist mein Haar nicht grau, bin so jung wie ich mich trau !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von die3.Jeije ()

    • Perry schrieb:

      Konstruktiv hätte ich mich über eine (einfacher) nachvollziehbare Querverbindung z.B. beim Königsmord gefreut.
      LG

      Ich wollte es so simpel wie möglich halten und einfach mal einen kleinen Ausflug durch mein Innenleben machen, während ich phantasiere. ;)

      Berthold schrieb:

      Das 'wir' taucht recht überraschend auf, meine ich.

      Das habe ich übersehen, in dem Bestreben möglichst wenig "mein/meine" zu verwenden. Eine große große Lyrikerin werde ich wohl niemals werden, irgendwas entgeht mir immer.
      Ich finde Deine Kommentare übrigens immer sehr schön, vor allem da Du Dir auch immer eine Lieblingsstelle heraussuchst und benennst. Du bist immer sehr nett und verbreitest sehr positive Vibes.
      Das ist mir schon oft aufgefallen und ich sehe das als eine große Motivation für die jeweiligen Autoren. Danke!


      Ruedi schrieb:

      Ich habe ja Game of Thrones nie gesehen, nur mal hie und da einen Artikel darüber gelesen. Es kommt mir vor, als könnte die Serie dein Reich der Phantasie sehr inspiriert haben.

      Oh, dass spielt immer eine Rolle, genau wie Stephen King.
      Wenn Du noch kein Game of Thrones gesehen hast, hättest Du ja nun eine wunderbare Gelegenheit, wo die letzte Staffel läuft.
      Und Du musst nicht mal auf das Ende warten, wir wir anderen alle. Bis Staffel 3 und der roten Hochzeit bleibst Du ein Sommer Kind. ;)
      Solltest Du Dich je durchringen, lass die Bücher links liegen. Martin wird sie niemals beenden.
      Anfangs war ich ja gegen die Serie, aber da glaubte ich auch noch, er würde sein Werk vollenden. Inzwischen denken wir beide, er wollte die Geschichte genauso erzählen, wie es die Serie tut.
      Aber er hat sich ja mitten in den Büchern total verzettelt und selbst ein Bein gestellt, als er auf einmal anfing, völlig neue Häuser aus dem Hut zu zaubern, verborgene Thronanwärter usw.
      Das er nun nicht mehr weiß wie er es auflösen soll, hat er sogar schon zugegeben. Aber dafür hat er ja nun eine neue Buchreihe begonnen, die die Vorgeschichte erzählt....
      Ich bin fertig mit George R.R. Martin, so sehr ich ihn auch schätze. Für die Serie haben wir extra Sky gebucht und sind heute Nacht aufgeblieben.


      Ruedi schrieb:

      Das leere Blatt zu füllen ist schwieriger, als hinterher etwas zu verbessern.
      Die weiße Seite ist mein größter Feind und mein bester Freund.
      Auch wenn ich wahrscheinlich nie im Leben auch nur ein einziges Buch verkaufen werde, fiebere ich wenigstens mit meinen Figuren mit.
      King hat mal gemeint, man braucht gar keine großen Pläne. Man schaut einfach zu was die Figuren machen. Aber nicht jeder von uns ist so ein Genie.
      Wobei ich die letzten Bücher nicht so gern mochte. Aber er kann Charaktere wie kaum jemand anders.
      Danke auch Dir für Deinen wie immer konstruktiven und freundlichen Beitrag.
      "Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend-bewahre aber das Aussehen einer Rose" Pita Amor
    • eiselfe schrieb:

      es macht Freude deine Zeilen zu lesen.
      Am Besten gefällt mir die letzte Strophe.
      Danke liebe Eiselfe.
      Die letzte Strophe war auch die schwierigste, denn ich lange keine Ahnung, wie ich aus meiner Phantasie wieder zurückkomme.
      So geht es mir ja in Wirklichkeit auch immer und die Liebste beschwert sich, dass ich gar nicht da bin. Ich steigere mich da immer ein bisschen rein.

      Wilde Rose schrieb:

      das Schreiben ist auch meine Leidenschaft, bei mir reicht's allerdings nur für Gedichte.

      Ob es bei mir für mehr reicht weiß ich auch noch gar nicht. Ich vermute eher nicht, aber das macht nichts. :)
      Aber ich fühle mich mit den Geschichten besser, weil ich da viel mehr Platz habe. Bei den Gedichten muss ich mich immer so kurz fassen.
      Dafür lauern dort ganz andere Fallstricke. Aber es ist ein so schönes Hobby und Wörter sind einfach nur toll.
      Genau wie Bücher lesen und dann darüber streiten. Ist es nicht toll wie man Anteil an Begebenheiten, oder dem Schicksal von Personen nimmt, die nie existiert haben?
      Vielen Dank!

      die3.Jeije schrieb:

      schon wieder zu spät.
      Wofür denn, es wird doch nicht schlecht. ;)

      die3.Jeije schrieb:

      Wiedermal eine Bestätigung dafür, warum wir dich hier alle schätzen und gern haben

      Dabei lieben Dich doch alle, weil Du so netter Mensch bist, der die Frauen verehrt und sicherlich großen Schlag bei ihnen hatte. Und hat!
      Bei mir funktioniert es jedenfalls, denn zwischen den Zeilen Deiner Gedichte steht so viel, lieber Heinz.

      Elmar schrieb:

      Vielen Dank fürs Mitteilen.
      Herzlichst Elmar

      Und auch an Dich vielen Dank.
      Wir laufen uns bestimmt noch öfter über den Weg.

      Euch allen einen schönen Abend und eine gute Nacht.
      Liebe Grüße Yue
      "Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend-bewahre aber das Aussehen einer Rose" Pita Amor
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