Frühlingsnebel

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    • Frühlingsnebel

      Verhangen liegt der grüne Ort
      früh morgens vor dem Berg.
      Ein Läufer sinkt im Morgensport
      ins Trübe, unbemerkt.

      Laternen geben noch nicht auf,
      verschwenden kaltes Licht;
      Narzissen holt der Frühling raus,
      der Nebel packt sich dicht.

      In Eile zieht der Nebel weiß,
      so wie der Wind ihn trägt,
      die Fernsicht kostet er als Preis,
      den Tau bringt er, der pflegt.

      Hier steht die Gartenbank in Nass;
      vom Nebel feucht getränkt
      sind auch die Erde und das Gras,
      von der Natur beschenkt.

      Da tiriliert der Garten auf,
      es fliegt und läuft und tropft,
      erwacht das Leben auch im Haus,
      der Himmel dicht verstopft.

      Bis Mittag dauert dieses Spiel,
      dann reißt die Nebelschicht,
      der Sonnenschein erwärmt sein Ziel,
      Gebirge kommt in Sicht.

      Verschwunden ist die Nebelwand
      ums Blütenweiß in Zäh,
      die wallend erst im Tale stand,
      dass ich den Frühling seh.

      © Kastanienblüte
      Jedes Gedicht hat eine Botschaft, die aus dem Herzen kommt.
      Der „Magic Moment“ ist die Reaktion auf die Emotion eines anderen Menschen,
      abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kastanienbluete ()

    • Hallo Kastanienblüte,

      dein Gedicht 'Frühlingsnebel' gefällt mir richtig gut.
      Reim und Rhythmus sind m.E. sehr sauber, das Gedicht leicht zu lesen.
      Die Bilder, die du mit kräftigen Pinselstrichen skizzierst, sprechen
      mich an und gefallen mir.

      Meine Lieblingsverse:
      Verhangen liegt der grüne Ort
      am frühen Morgen vor dem Berg.

      Da tiriliert der Garten auf,
      es fliegt und läuft und tropft,

      In Eile zieht der Nebel weiß,
      so wie der Wind ihn trägt,

      Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind:

      Ein Läufer läuft im Morgensport,
      Das ist doppelt gemoppelt, meine ich und du verschenkst eine Silbe.

      der Nebel packt sich dicht.
      Falls der Nebel sich selbst 'dicht packt' passt alles. Falls sich diese
      Zeile auf die Narzissen bezieht, müsste es m.E. 'packt sie dicht'
      heißen?

      Hier steht die Gartenbank in Nass;
      vom Nebel feucht getränkt
      Für mein Empfinden ist der zweite Vers ziemlich wasserhaltig geworden:
      Nebel (nass), feucht (nass) getränkt (nass). Und unmittelbar davor steht
      noch das 'Nass' der Gartenbank ... Aber das ist natürlich eine Frage des
      Geschmacks.

      Mein Fazit: ein schönes Gedicht mit frischen Bildern.
      Gern gelesen.

      LG
      Berthold
    • Hallo Kastanienblüte,

      nicht schlecht, liebe Dichterin. Eine Beschreibung eines Nebelmorgens. Für meinen Geschmack aber ein bisschen zuviel Beschreibung, eine Verdichtung und damit auch Beschränkung hätte dem Gedicht gutgetan. Aber ich verstehe schon, das dichtet sich so weg, und man findet gar kein Ende. Was mir gefällt, dass du im Wechsel 4:3 Hebungen reimst. Nur einmal hat es nicht geklappt, und zwar in der ersten Strophe, wo du alle vier Verse mit 4 Hebungen versiehst. Ein bisschen unverständlich für mich das "Blütenweiß in Zäh". Der Vers "Der Sonnenschein erwärmt sein Ziel" scheint dem Reim geschuldet zu sein, da fehlt noch ein bisschen das Lyrische. Die Frage ist ja auch, ob der Sonnenschein überhaupt ein Ziel hat. Aber ansonsten hebt sich dein Gedicht aus der übrigen Reimlandschaft hinaus, und das lässt nicht nur die Lyrik hoffen.

      Angelika
    • Lieber Berthold, liebe Angelika,

      habt herzlichen Dank für die Kommentare.

      Ich habe die erste Strophe leicht umformuliert - Euren Wünschen entsprechend - , aber ansonsten wüsste ich nicht, wie kürzen.

      Mit lieben Grüßen,
      Brigitte
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