Da zickt wer oder was

    • Feedback jeder Art

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Da zickt wer oder was

      Da zickt wer oder was

      Der Dichter ist halt einfach eine Zicke;
      Ist er ne sie, dann zickt sie ebenfalls.
      Im Falle eines dritten Genderfalls
      Spielt es das fünfte Wagenrad der Clique.

      Besonders ekelhaft sind Kritikaster:
      Sie stören rasch die sel‘ge Dichterruh!
      Die Zornesröte breitet sich im Nu
      Auf Wangen aus und blüht: Als Dichter hasst er,

      Als Dichterin verabscheut sie dies Tun
      Des Kritisierens und des Malträtierens
      Von Textverhauen und von -katastrophen.

      Die blinde Wut lässt beide nachts nicht ruhn:
      Sie hätten‘s gern in Form des Honigschmierens,
      Des lauten Jubelns über ihre Strophen.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Hallo Walther,
      schön, dass aus einer nächtlichen Diskussion noch etwas so Nettes entstanden ist ;) Und was gibt es besseres um der "Jugend" mal wieder etwas Respekt vor der Form beizubringen?
      "Kritikaster" und "hasst er" finde ich irgendwie besonders schön gereimt. Und du hast Recht, natürlich möchte jeder am liebsten gelobt werden, besonders wenn es um das künstlerische Schaffen geht. Ich denke bei Kritik muss man ein Gleichgewicht aus ehrlicher harter Krititk und einer respektvollen Form finden, in der es der Adressat entgegennehmen kann, ohne in seinem Stolz gekränkt zu sein.
      Gefällt mir auf jeden Fall :D
    • Rabentochter schrieb:

      Hallo Walther,
      schön, dass aus einer nächtlichen Diskussion noch etwas so Nettes entstanden ist ;) Und was gibt es besseres um der "Jugend" mal wieder etwas Respekt vor der Form beizubringen?
      "Kritikaster" und "hasst er" finde ich irgendwie besonders schön gereimt. Und du hast Recht, natürlich möchte jeder am liebsten gelobt werden, besonders wenn es um das künstlerische Schaffen geht. Ich denke bei Kritik muss man ein Gleichgewicht aus ehrlicher harter Krititk und einer respektvollen Form finden, in der es der Adressat entgegennehmen kann, ohne in seinem Stolz gekränkt zu sein.
      Gefällt mir auf jeden Fall :D
      Guten abend, lb. Rabentochter,

      danke für das lesen und das vergiftete lob. respekt vor der form ist mir dann egal, wenn ich diesen anderen beibringen soll. das mit der form ist wie mit jedem handwerk, das man erlernen muß, bevor man es kann. man kann formen nur überwinden, wenn man sie beherrscht. im übrigen muß ich gar nichts außer sterben. ich gebe freundklicherweise einen hinweis, und der autor bzw. die autorin macht was draus, oder sie bzw. er läßt es. das ist ihre/seine ganz eigene entscheidung. mein sendungs- und belehrungsbewußtsein endet also rasch.

      wie du oben gereimt nachlesen kannst, ist kritik immer schmerzhaft. ich habe mir angewöhnt, auf den punkt zu kommen, sonst wirkt kritik nicht. es ist schon respekterweisung genug, sich überhaupt mit einem fremden beitrag zu beschäftigen. das ist bereits ein geschenk für den autor. wenn der oder die das nicht so sieht - not my peace of cake. ich habe keinerlei bedarf, mir anzuhören, ich sei zu hart, bloß weil ich begründet mitgeteilt habe, daß ein text nichts taugt. Und das sei respektlos. respektlos wäre, gar nicht zu kommentieren.

      im übrigen darf ich dir ein paar links anempfehlen:
      Der zuckrer
      Zauser brauser
      Alter falter
      Auf forderung zum tanze
      1 t toter fluss fisch bitte
      ich könnte das fortsetzen. es gibt sogar einen ganzen lyrikband in diesem style: da-ve.de/lyrik/walther_dunkle_seite.html

      vorsicht also mit einordnungen. es könnte einem auf die füße fallen.

      zum text selbst: das sonett hat nur am rande mit dem zu tun, das ich in diesem ominösen "skullface"-faden an debatte erlebt habe - an der ich übrigens nach meinem letzten beitrag nicht mehr teilnehme, weil mich das thema nicht mehr interessiert und alles gesagt wurde, was ich zu sagen hatte. es beschreibt schlicht das leid eines jeden dichters, der kritisiert wird. er fühlt sich immer zuerst schlecht behandelt und total verkannt. so ist das leben, und so sind wir menschen eben, und zwar alle, anwesende eingeschlossen, ohne jede ausnahme.

      es hat mich gereizt, diese fragestellung satirisch (und durchaus selbstironisch) zu beleuchten. es hilft in allen lebenslagen, sich selbst nicht allzu lange allzu ernst zu nehmen. die aktuelle sachlage hat mir vielleicht einen stups gegeben, das ding endlich zu schreiben, was mir schon im kopf rumgeisterte - mehr aber auch nicht.

      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Walther ()

    • Lieber Walther,
      die Kritik war nicht vergiftet gemeint, sondern ich finde die ganze Diskussion sehr amüsant und fand dein Gedicht dazu einfach sehr passend um deinen Standpunkt darzustellen und insgesamt auch gut. Wie viel auch immer davon auf die Diskussion bezogen war, ich nehme das Ganze mit Humor.
      Mein Kommentar sollte kein weiterer Angriff sein, sondern dir ja eigentlich Recht geben mit der Empfindlichkeit der Dichter. Ich denke wir müssen einfach damit leben bzw. irgendwann auch damit sterben, dass wir über die Art wie man sinnvoll Kritik übt verschiedener Meinung sind. Von daher nimm meinen Kommentar zu deinem Sonett doch einfach als Geschenk an den Autor an. ;)
      Vielen Dank für die Links, ich werde sie mir anschauen.

      LG Rabentocher
    • Rabentochter schrieb:

      Lieber Walther,
      die Kritik war nicht vergiftet gemeint, sondern ich finde die ganze Diskussion sehr amüsant und fand dein Gedicht dazu einfach sehr passend um deinen Standpunkt darzustellen und insgesamt auch gut. Wie viel auch immer davon auf die Diskussion bezogen war, ich nehme das Ganze mit Humor.
      Mein Kommentar sollte kein weiterer Angriff sein, sondern dir ja eigentlich Recht geben mit der Empfindlichkeit der Dichter. Ich denke wir müssen einfach damit leben bzw. irgendwann auch damit sterben, dass wir über die Art wie man sinnvoll Kritik übt verschiedener Meinung sind. Von daher nimm meinen Kommentar zu deinem Sonett doch einfach als Geschenk an den Autor an. ;)
      Vielen Dank für die Links, ich werde sie mir anschauen.

      LG Rabentocher
      Hi Rabentochter,
      die diskussion ist immer gleich. ich habe sie schon ungefähr 200 mal beobachtet und an ihr teilgehabt. das ermüdet. man kommt irgendwann über den zustand des amüsements hinaus - es sei denn, es fällt einem ein gedicht wie dieses ein.
      smileys sollte man nur einsetzen, wenn man sie ehrlich meint.
      danke dir für deine klarstellung.
      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    [ Die Gedichte, Geschichten und weiteren Werke, sind geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren. ]



    © 2018 Poeten.org - Dichter und Denker Portal - All rights reserved.