... in nebelkühler Morgenstund

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    • ... in nebelkühler Morgenstund

      Steter Nieselregen fällt
      Ach, wie schwer die Grade steigen
      Schemen lauern hinter Zweigen
      Hexen strömen in die Welt
      Dort ein Bär der grimmig guckt
      - Von der Nacht mit ausgespuckt

      In den dunklen Pfützen schimmern
      Wolken grau in grau gedrängt
      Wilde Leute, strohbehängt
      Droh'n mit Knüppeln, heulen, wimmern
      Larven rufen Zaubersprüche
      Glühwein dampft um derbe Flüche

      Sekt befeuert tönen Schellen
      Narrentanz mit roten Wangen
      Durch die Lüfte züngeln Schlangen
      Boxenriesen jaul'n und bellen
      Fastnachttreiben heiß und bunt
      - in nebelkühler Morgenstund








      ****************************
      [Erste Version]
      #Regen fällt und fällt und fällt#
      Ach, wie schwer die Grade steigen
      Schemen lauern hinter Zweigen
      Hexen strömen in die Welt
      Dort ein Bär der grimmig guckt
      - Von der Nacht mit ausgespuckt

      In den dunklen Pfützen schimmern
      Wolken grau in grau gedrängt
      Wilde Leute, strohbehängt
      Droh'n mit Knüppeln, heulen, wimmern
      Larven rufen Zaubersprüche
      Glühwein dampft um derbe Flüche

      Sekt befeuert tönen Schellen
      Narrentanz mit roten Wangen
      Durch die Lüfte züngeln Schlangen
      Boxenriesen jaul'n und bellen
      Fastnachttreiben heiß und bunt
      - in nebelkühler Morgenstund

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Berthold () aus folgendem Grund: Textarbeit / Alces

    • Hallo Bertold,
      dramaturgisch gut dargestellt, aber "in nebelkühler Morgenstund" dürften trotzdem wohl
      nur noch ein paar Spätheimkehrer oder orientierungslose Schnapsleichen unterwegs sein.
      Zumindest war das in meiner schon länger zurückliegenden närrischen Zeit so. ;)
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Bertold,

      ein fein beschriebenes Szenario -



      Perry schrieb:

      Hallo Bertold,
      dramaturgisch gut dargestellt, aber "in nebelkühler Morgenstund" dürften trotzdem wohl
      nur noch ein paar Spätheimkehrer oder orientierungslose Schnapsleichen unterwegs sein.
      Zumindest war das in meiner schon länger zurückliegenden närrischen Zeit so. ;)
      LG
      Perry



      - das sich im Mytenreich/Fantasiereich abspielt wo alles möglich ist, sich aber ein Realist wohl eher nicht vorstellen kann.


      LG Sternwanderer
      Als ich eine Träne weinte
      nährte sie meine Seele
      nachdem ihre Spuren
      getrocknet waren war
      mein Stolz größer denn je.

      © Sternwanderer
    • Hallo Bertold,

      gut beobachtet und gut gereimt.

      Berthold schrieb:

      Regen fällt und fällt und fällt
      Das ist mir in dem Gedicht, in dem es um Karneval geht, etwas zu dick aufgetragen, denn es geht ja gar nicht um die Naturgewalten. Der Eindruck war zuerst bei mir entstanden, zumal der Titel ebenfalls in diese Richtung denken lässt.

      Davon einmal abgesehen, gefällt mir dein Gedicht gut.

      Lieben Gruß
      Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Hallo Perry,

      tja, die närrische Zeit ... Dahingehende Aktivitäten liegen auch bei mir schon eine ganze Weile zurück.

      Die Bilder der alemannischen Fastnacht basieren auf dem mancherorts gepflegten Brauch, am frühen Morgen lärmend durch die Straßen zu ziehen und die 'heiße Phase' der Fastnacht einzuläuten. Dass hierbei aber all die von mir skizzierten Gestalten auftauchen ist reine Phantasie ...

      Danke für deinen freundlichen Kommentar und
      LG
      Berthold
    • Hallo Sternenwanderer,

      freut mich, dass dir mein Gedicht gefällt.

      Die Gestalten finden sich in verschiedenen regionalen Fastnachtbräuchen, das gesamte Szenario spielt sich, so wie du es sagst, jedoch im Reich der Phantasie ab.
      Einzelne Figuren haben ihren Ursprung in regionalen Sagen / Mythen, so dass diese Bräuche ein Stück weit auch mythologisch verbrämt sind ...

      Danke für deinen Kommentar.

      LG
      Berthold
    • Berthold schrieb:

      Hallo Sternenwanderer,

      freut mich, dass dir mein Gedicht gefällt.

      Die Gestalten finden sich in verschiedenen regionalen Fastnachtbräuchen, das gesamte Szenario spielt sich, so wie du es sagst, jedoch im Reich der Phantasie ab.
      Einzelne Figuren haben ihren Ursprung in regionalen Sagen / Mythen, so dass diese Bräuche ein Stück weit auch mythologisch verbrämt sind ...

      Danke für deinen Kommentar.

      LG
      Berthold



      Hallo Bertold,

      eben diese regionalen Bräuche, wie bei dir im Gedicht die Fastnacht oder demnächst das Osterfeuer, die Walpurgisnacht und zu guter Letzt das Mitsommerfest sind höchst interessant und die Mythologie fasziniert mich seit Kindertagen und ich hatte gedanklich deinen GedichtFaden weiter gesponnen -


      LG Sternwanderer
      Als ich eine Träne weinte
      nährte sie meine Seele
      nachdem ihre Spuren
      getrocknet waren war
      mein Stolz größer denn je.

      © Sternwanderer
    • Hallo Alces,

      freut mich, dass dir mein Gedicht abgesehen von ... gefällt.

      Ich wollte das heiße, schnelle, kurzlebige Fastnachttreiben im Kontext eines kalten und regnerischen Vorfrühlingstages skizzieren ... beide Aspekte sind mir wichtig. - Aber vielleicht könnte trotzdem ein bisschen weniger Regen fallen? :gruebel:
      Alces, wenn du eine Idee hast, wie ich die überschüssige Butter vom Brot kriege ...

      Dankeschön fürs Kommentieren.

      LG
      Berthold
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