Winter-Weihnachts-Nacht

    • Kritik erwünscht

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    • Winter-Weihnachts-Nacht

      Hallo liebe Community,

      hier mein erster Beitrag. Kritik ist höchst erwünscht :)

      Eine Winternacht,die Luft ist kalt,
      singt mir das Herz,kennt keinen Halt.
      Von Lyrik, Wahrheit, Liebe will es reden,
      doch mein Kopf, er sagt: Ich bin am beten.
      Ein Schweigen durchzieht mein eigen Wort,
      zeigt mir Höhen, Tiefen, trägt mich fort.
      Am fernsten Ufer seh ich mich wandeln,
      kann es kaum fassen, wer ist am handeln?
      Ich sehe ihn,begleitet mich auf Wellen nah,
      so unerreichbar, doch noch immer da.
      Ich frag, wo ist er hergekommen,
      er lächelt, sagt: Hierher geschwommen.
      Durch tiefes Wasser einer Krone gleich,
      seh ich sein Heim: Das Himmelreich.
      Getrennt vermischt durch alle Welten,
      wird sein Wort für mich auf ewig gelten.
      Er macht uns gleich,zieht uns empor,
      geht unter selbst, wirkt wie ein Tor.
      Zu blind sind wir um es zu sehn,
      doch dieses Gesicht wird nie vergehn!
      Er öffnet Auge, Ohr und auch den Mund,
      seine Welt ist wahrlich kunterbunt.
      Wie viele hat er stumm gemacht,
      hat Wunder getan, zeigt seine Macht.
      Ergriffen und geblendet sind wir alle heut,
      doch auf morgen wartend, hab ich's bereut.
      Goethe sagt, der Dichter,oh, tu es heut,
      hat's selbst vollbracht und sich erfreut.
      Zurück gegangen, auf Anfang gestellt,
      verschenkt hat er die ganze Welt.
      Einst nur durch seine Höhe getrennt,
      teilte er seine Welt bis alles verbrennt.
      Das Feuer loht und ich empfind,
      die Nacht ist um, ein Lichtlein brennt.
      Die heilige Nacht sie ist schon nah,
      bald ist das Christkind wieder da.
      So wie er kam,so wird er gehn,
      ich wünscht ich könnt ihn wieder sehn.
      Doch einmal mehr ist schon zu viel,
      des Menschens Gier ist nur ein Spiel.
      Wer es verliert, der stets gewinnt,
      die Welt steht Kopf, so geht's geschwind.
      Nur einmal kurz herumgedreht,
      macht es den Sinn, der nie vergeht.
      Tausend Worte und noch eins,
      doch heute sag: Es ist nur meins.
      Allein verschuldet ist das Leid,
      wer's zu teilen sucht, der sich befreit.
      Vom Glücke redend ganz verworren,
      sind seine Tränen schon bald verdorren.
      Ein Ozean auf seinem Grunde liegt,
      hat's die Welt verformt, er hat gesiegt.
      Die Natur ist nur sein Kindergesicht,
      doch sein höchstes Werk, es ist ein Gedicht.
      Ich hab's gehört, hab es gesprochen,
      doch bin ich nun wohl sehr zerbrochen.
      Zwei Teile, sie liegen nun beisammen,
      auf ewig still, man mags verdammen.
      Aber was ist da schon der Erden Leid,
      wenn's den Himmel gibt in Ewigkeit.
      So geh ich freudig durchs Verderben,
      meine Güter wird doch wer anders erben.
      So war's schon früh und auch noch bald,
      dies Geschenk,es macht vor keinem halt.
      Dringt ins Herz, dort sich nistet ein,
      mag sein Same auch ein kleiner sein.
      Von Kraft durchströmt, wächst es empor,
      siehst du es morgen schöner als zuvor.
      So geht's dann weiter hoch hinaus,
      bis der Kreis am End, dann ist es aus.
      Von der höchsten Höhe hab ich berichtet,
      hab in Gedanken dieses Lied gedichtet.
      An mich selbst, ja, da glaub ich kaum,
      fühl es noch immer wie den Traum.
      Aus ihm erwacht und voll Schreck gesehn:
      Dieses Eine wird doch nie vergehn.
      Wie sag ich's nur, wer bin ich selbst?
      Ich bin doch nur für wen du mich hälst.
      Dieses Urteil, es wiegt so unfassbar schwer,
      unser gewissen weiss ja so viel mehr.
      Mehr als ich selbst bin ich von Innen,
      dort wohnen viele,dort hör ich Stimmen.
      Sie sagen ich hab Recht gesprochen,
      doch ich sag noch immer ungebrochen:
      Wer es teilt dies eine kleinste leid,
      ist nie allein, ist mit der Welt zu zweit.
      Sie ist so gross und ich so klein,
      ich hoffe doch: So wird es immer sein.
      Wer ist schon gross, wer kann sich dehnen?
      Dies Wunder sich alle Menschen ersehnen.
      Gross zu sein und wie ein baum verzweigt,
      so ist's schon jetzt, ich habs verzeiht.
      Abgefallen von dem höchsten Glück,
      lieg ich im Staub, doch bin verzückt.
      Das Böse hab ich mit Gut genommen,
      im Anschluss in Gleichmut geschwommen.
      Zurück zum Strand wo alles begann,
      den Ozean vorm Auge, dies Höllengespann.
      Von Wassern heut nicht mehr erdrückt,
      kann ich nur sagen: Ich wurd verrückt.
      Verrückt an einen anderen Ort,
      dort erkannt: Es war Selbstmord.
      Seinen Stolze opfernd und das Leid,
      ohne Selbst trägt man das schönste Kleid.
      Doch dieses Selbst, es bleibt bestehn,
      ich sag noch oft: Niemals vergehn.
      Kleiner, größer, beugen, dehnen,
      diese Kunst möcht ich verstehen.
      Wer sich selbst beherrscht, dem ist die Welt,
      wer wär so töricht, folgt noch dem Geld?
      Ein Vater zu sein oder nur sein Kind,
      nichts ist schöner, ob sehend oder blind.
      Noch vieles mehr hätt ich zu reden,
      doch ich sagte schon: Ich bin am beten.
      Für mich allein hab ich's gesprochen,
      doch ohne scheu heut ausgebrochen.
      So steh ich hier und red mich heiser,
      bis Tränen komm, wird die Stimme leiser.
      An's Ende kommen könnt ich noch oft,
      doch bis zum Tod sag: Ich hab gehofft.
      Gehofft zu finden nur noch den einen,
      der mir gleicht, nicht zankt, der nur am Reimen.
      Was kümmert mich der Sinn der Worte,
      das Gefühl ist unsrer Herzen Pforte.
      Denn im Innern stets verbunden wir,
      dies der letzte Reim, ich bleib bei dir.

      Hoffe es hat gefallen,
      Liebe Grüsse

      Steffen
      Packe ein Problem an und es wird dir den Weg zeigen es zu lösen - Tagore

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Trinity ()

    • Hallo Steffen,

      herzlich willkommen hier in der Poeten WG.
      Um deinen Erstling komplett zu kommentieren fehlt mir ehrlich gesagt die Zeit, denn er ist einfach zu lang.
      Bis auf ein paar Kommafehler ist mir formal nichts Gravierendes aufgefallen.
      Inhaltlich fand ich die wechselnde Ansprache zwischen "ihm (ich vermute damit ist Gott gemeint)", den Selbstgesprächen und allgemeinen Lebensweisheiten etwas verwirrend.
      Vielleicht solltest Du den Text in mehrere Teile zerlegen und in damit übersichtlicher gestalten.
      Schau Dich ein wenig um hier, dann findest Du sicher Anregungen dazu.

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Perry ()

    • Hi Trinity,
      von mir ebenfalls ein willkommen. ich pflichte Perry in gänze bei und möchte weiterhin vorschlagen, daß du dich dringend mit so kleinen dingen wie versleere und metrum beschäftigst, die reimgedichte nun einmal voraussetzen.
      was ich sagen will: poesie ist durchaus schwieriger, als sie zuerst aussieht. man kann das aber schaffen, denn andere, millionen andere, haben es auch hinbekommen, ordentliche gedichte zu schreiben - gereimte wie ungereimte.
      nebenbei: wenn durch den reimzwang die sprache leidet, ist etwas richtig schiefgegangen. ich habe beim querlesen mindestens fünf solche kleinen hämmer entdeckt. also: ran an den speck, ran ans kleinklein. das muß sein, glaube es mir.
      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Hallo Trinity,

      mir fällt bei diesem etwas länglich geratenen Gedicht geradezu wie die Krone ins Gesicht: Je weniger man schreibt, desto weniger haben Kritiker zu kritteln. Üb dich doch erst mal an Vierzeilern, dann überstehst du die Kritik ein paar Verse schmerzloser. Im übrigen schließe ich mich meinen Vorrednern einspruchslos an.

      Angelika
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