von einer parkbank aus gesehen

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    • von einer parkbank aus gesehen

      von fern grollt die brandung in den auslaufenden wellen
      flieht ein schwarm heringe vor laut bellenden silbermöwen
      auf dem markt sind austern und taschenkrebse im angebot

      im blendenden schein der junisonne fallen türkentauben
      wie tot vom himmel erst das von windrädern getaktete licht
      fängt sie ein und bringt ihren lebensfilm wieder zum laufen

      junge bordsteinschwalben lassen männerherzen hüpfen
      auch wir lehnen wechselseitig erregt die körper aneinander
      auch wenn die vielbeschriebene liebe von lyrikern selten hält
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Perry,

      wenn man deine Zeilen liest könnte man meinen
      man sitzt in Hamburg an der Alster, lässt sich den morgendlichen Marktalltag
      ins Gemüt und Auge führen und erfreut sich ob des Geruchs der von allen Seiten auf einen einwirkt;

      Ich frag mich ob die Bordsteinschwalben fliegen können... würde mir sinnbildlich besser zum Geschehen passen,
      ich würde sie auch füttern mögen, sind ja recht zutraulich... aber ob du diese meinst oder jene.. das soll jeder so aufnehmen wie er es gerne möchte;
      Meinst du tatsächlich die beschriebene Liebe lyrischer Parkbankpoeten ( ich schreibe oft in der Natur, auch auf Bänken ) hält tatsächlich nicht das was sie aussagt?

      Hab deine Zeilen gerne gelesen und hoffe das dir noch mehr Beobachtungspoesie aus der Feder gleitet..

      mit lieben Grüßen, Line
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Behutsalem,
      freut mich, dass Du den Blick in die Runde hast mitschweifen lassen.
      Was die Bordsteinschwalben anbelangt, sind schon jene gemeint, die die Herzen fliegen lassen.
      Ich denke, LyrikerInnen neigen nicht mehr zur Untreue als andere, sie sind nur vielleicht öfter auf der Suche nach dem "Schönen." ;)
      An weiterer Beobachtungspoesie von mir mangelt es nicht, leider sind das Lese- und vorallem das Kommentierinteresse zurzeit hier eher schwach (natürlich mit Ausnahmen), so dauert es manchmal etwas länger, bis ich wieder was Neues einstelle. Aber wer will, findet mich ja auch in anderen Foren.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Beobachtungspoesie ist ein schöner Ausdruck, der mir bisher gar nicht geläufig gewesen ist.
      Ich lese Deine Gedichte auch sehr gerne, denn Du schaffst es sehr gut, Stimmungen zu erzeugen und mich in eine Art Film Noir Bildkulisse zu versetzen.
      Hier ist Dir das auch wieder gelungen. Wirklich schön, wie Du das in Szene setzt.


      Perry schrieb:

      An weiterer Beobachtungspoesie von mir mangelt es nicht, leider sind das Lese- und vorallem das Kommentierinteresse zurzeit hier eher schwach

      Das ist mir auch schon aufgefallen, ich war ja eine Zeit nicht hier. Man hat wohl erfolgreich die falschen aussortiert.
      Und ehrlich gesagt, ist mir auch ein bisschen die Lust vergangen, weil hier mitunter ein seltsames Klima herrscht. Wirklich schade ist das.
      Ich war mir nie einer anderen Möglichkeit bewusst, als die, alles in Frage zu stellen.
      Noam Chomsky
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