Obdachlos

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    • So scheu trittst du das Straßenpflaster,
      du siehst dich um mit halbem Blick,
      besorgt denkst du an deinen Zaster -
      dann gehst du noch ein kleines Stück.

      Zu langsam schleicht der dumme Tag.
      Vor einem Fenster bleibst du stehen:
      Nicht schlecht! Das nimmt dich in Beschlag,
      du bist schon satt vom bloßen Sehen.

      Du schiebst dich durch die feinen Leute,
      begehrlich blickst du ihnen nach.
      Ach was, du pfeifst auf diese Meute!
      Kein Dach zu haben ist doch keine Schmach.

      Da ist der Brunnen mit der Bank,
      du könntest ein, zwei Stunden sitzen.
      Hier nölt dir keiner vor was von Gestank.
      Ein bisschen in der Sonne schwitzen.

      So streichst du Tag für Tag umher.
      Jetzt bist du draußen, keiner will dich.
      Bist eine Null, du zählst nicht mehr,
      von tausend einer unterm Strich.
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