Zwei Freundinnen

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    • Zwei Freundinnen

      Zwei Freundinnen


      Da kommen sie, vom langen Arbeitstag ermüdet
      von kaltem Wind und Müdigkeit ummauert,
      zwei süße Mädels, die das Abendlicht umlauert,
      den Weg entlang, von alten Linden mütterlich behütet.


      Im altvertrauten weiß lackierten Küchenkreise -
      noch ruht ein gold´ner Sonnenstrahl am kühlen Boden
      doch bald sind auch die letzten Flocken Tageslicht verflogen -
      genießen sie den Kaffee jetzt und eine Abendspeise.


      Sie treten vor den Spiegel dann und lösen duftdurchwehte Haare,
      ein Glanz durchflutet hell das lauschig-kleine Zimmer.
      Vergessen ist der schnöden Welt unsägliches Gewimmer,
      vergessen ist die Last der frühen, unverstand´nen Jahre.


      Schon hat das Sternenzelt die Müdigkeit vertrieben,
      im milden Lächeln wehet Stern um Stern hernieder,
      die sanfte Hand enthüllt geschmeidig-schlanke Glieder.
      Ein Gott wacht über Menschen, die sich lieben.


      Zwei Leiber biegen sich in liebestoller Stunde,
      ein Stöhnen dringt aus schweren, übervollen Lippen -
      die Liebe ist zum Trinken da und nicht zum Nippen!
      Trinkt aus den Kelch, trinkt aus ihn bis zum Grunde!


      Nun schlaft ihr tief und fest in eurem rot-geblümten Bette,
      der Himmelssturm ist leider nicht von langer Dauer,
      und unerklimmbar ist des Schicksals kalte Mauer.
      Allein die Liebe legt die Last des Tages an die Kette.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wundi ()

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