Die Mutprobe - Kindergedicht

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    • Die Mutprobe - Kindergedicht

      Ganz hoch im Baum und gut versteckt,
      damit es niemand dort entdeckt,
      da wohnt so wie in jedem Jahr,
      ein frisch vermähltes Vogelpaar.

      Sie hat ein Ei ins Nest gelegt
      und jetzt sind beide aufgeregt,
      das Ei bewegt sich hin und her,
      als ob darin ein Kreisel wär.

      Auf einmal macht es klack und klick,
      die Schale ist auch wirklich dick,
      ein kleiner Schnabel hackt ein Loch,
      ein Stimmchen piepst: „Das schaff ich noch!“

      Schon schaut ganz keck ein Kopf hervor,
      dann liegt er da, der Junior,
      ganz ohne Federkleid und blind,
      ein winzig kleines Vogelkind.

      Die Eltern haben kaum die Zeit,
      es anzuschaun, es schreit und schreit.
      Sein Hunger, der ist riesengroß,
      und endlich fliegt der Papa los.

      Schnell wächst der kleine Kerl heran,
      man hofft, dass er bald fliegen kann.
      Er flattert fleißig, übt und probt,
      dafür wird er auch viel gelobt.

      Geduldig macht's die Mama vor,
      doch fliegt der Kleine nicht empor.
      Er traut sich nicht, es ist so tief,
      bis Papa nach dem Westwind rief.

      Der pustet ihn, hui aus dem Nest,
      vergeblich hält der Sohn sich fest.
      Jetzt geht’s hinab, jetzt kommt’s drauf an,
      ob er wohl endlich fliegen kann?

      Die Flügel auf, es muss gelingen,
      schon tragen ihn die eignen Schwingen.
      Bald dreht der Knirps die ersten Runden,
      es gibt ja so viel zu erkunden.
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Hallo Alces;

      Du bist sehr Facettenreich, was deine Ideen betrifft;
      Das hier ist , wie schon Ruedi geschrieben einfach nur schön;
      Ja die kleine Piematz, der hat seine Mutprobe wohl bestanden;

      Schön Kindertauglich.. das Ganze ...

      Sehr gerne gelesen,
      mlg. Line
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Einfach nur niedlich und mit einem durchgehend warmen Unterton.
      Beinahe hätte ich flauschig geschrieben, aber der Kleine hat ja noch keine Federn. Flaumig vielleicht. ;)
      Mir scheint, ich habe auch den richtigen Zeitpunkt ausgewählt, es zu lesen. Nun kann ich mit einem Lächeln schlafen gehen.

      Lächelnd
      Lena
      Leave one wolf alive and the sheeps are never save
    • Hallo ihr Lieben,

      das freut mich ganz besonders, dass euch auch das Kindergedicht gefällt. Für Kinder zu dichten, macht mir großen Spaß.

      Und fleißig bin ich allemal, mein "Archiv" ist voll. ;) Und mit einem Lächeln auf dem Gesicht schlafen zu gehen, finde ich sehr einfühlsam und nett ausgedrückt. :)

      Ich danke euch und grüße ganz herzlich.
      Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
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