Glaubensfrage

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    • Und wieder nur ein Blatt in der Geschichte.
      Ein Leisetreter mitten drin.
      Beherzt und mutig wie ich bin,
      versuch ich stets das Gute zu belichten,

      vertrau dem Wort und Sachberichten,
      und breche immer wieder ein.
      In meiner Ehrlichkeit im Sein
      zu denken, Wahrheit währt und nicht das Richten

      bezeugt Charakter - Edelmut, mitnichten.
      Je mehr du Glauben schenkst, dich freust,
      dein Wesen preis gibst und nichts scheust,
      wird alles Hoffen, alles Sehnen jäh vernichtet.
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hmm, liebe Line, Deine Verse - wie immer in Klang und Ausdruck wunderbar gedichtet - wirken auf
      mich mehrdeutig: Sei es, dass eine persönliche Enttäuschung ob der offenen Ehrlichkeit des LI geschehen ist,
      oder allgemeine gesellschaftlifche Tendenzen aufgezeigt werden. - Man kann viel herauslesen aus
      den Zeilen, die einerseits ein Plädoyer für die Reinheit des Herzen, auch bezüglich eigener Verhaltsnsweisen sind
      und andererseits für empfindliche Gemüter eine Warnung aussprechen: "Halt ein beim zu frühen Entblößen
      Deiner Seele, denn Dein Aufprall nach einem tiefen Fall wird schmerzhaft sein."
      Zusätzlich lässt sich ein moralisch/ethischer Fingerzeig aus dem Gedicht herauslesen.
      Insgesamt jedoch bestärkt das Gedicht den Leser darin, sich selbst treu zu bleiben, auch wenn Nachteile daraus erwachsen.

      Oft ist es so, dass ein Gedicht mit dem steigenden Grad seiner Deutungsvielfalt an Gewicht und Wert gewinnt.
      Hier sind zumindest 2 Deutungen möglich (vertrau dem Wort und Sachberichten).

      Sei herzlich gegrüßt,

      Holger
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.
    • Behutsalem schrieb:

      Glaubensfrage

      Und wieder nur ein Blatt in der Geschichte.
      Ein Leisetreter mitten drin.
      Beherzt und mutig wie ich bin,
      versuch ich stets das Gute zu belichten,

      vertrau dem Wort und Sachberichten,
      und breche immer wieder ein.
      In meiner Ehrlichkeit im Sein
      zu denken, Wahrheit währt und nicht das Richten

      bezeugt Charakter - Edelmut, mitnichten.
      Je mehr du Glauben schenkst, dich freust,
      dein Wesen preis gibst und nichts scheust,
      wird alles Hoffen, alles Sehnen jäh vernichtet.

      Liebe Line,

      als selbstreflektierter Heide [ wie du ja weißt ], habe ich jene big Freiheit, nur den Text in seinerselbst zu nehmen … und da würde ich LI sagen : Bon. ne gute Erkenntnis !

      Dieses tief Persönliche [ Innerliche ] freizugeben hat ja auch immer einen Erwartungswert an ... und wird die eigene Erwartung an … nicht erfüllt, passiert Enttäuschung ./ kann ich mir gut vorstellen [ in diesem Falle ], ist es oft wohl mehr aus Unverstehen dem getauschten Inhalt gegenüber, im Gegenüber [ und zu diesem Zeitpunkt ], als eine bewusste Böswilligkeit;

      hat es ja auch immer etwas mit dem Empathie-Volumen im Gegenüber zu tun, inwieweit jener/jene überhaupt versteht, was der Sender mit diesem Preisgeben tatsächlich meint - und sowieso (mMn) kann es nie eine Garantie dafür geben, das Veräußertes auch immer den richtigen Adressaten trifft;

      ergo, ist mMn LI's Erkenntnis eine (mMn) gelassen richtige [ eben dann, wenn's mal passiert … und jedem passiert es ] , eben deswegen , ;)

      -------------------------------------------

      zu deinem lyrischen Text in seinerselbst : wieder sehr fine gejambuust, mit wechselnden Hebungssteps, gute Endreime und Umbrüche … mir persönlich etwas zu Poesie'esk rein-weich; würde ich da und dort ein Wort durch ein handfesteres ersetzen …

      ich zeige dir mal meine Inspiration __________ :

      glaubst 'es

      und wieder nur ein Blatt in dem Gewichte.
      Kein Leisetreter. Mitten drin
      beherzt und mutig wie ich bin,
      versuch ich stets das Gute zu belichten,

      vertrau dem Wort und Sachberichten,
      und breche zeitweil stolpernd ein
      in meiner Ehrlichkeit. Im Da
      zu denken, wär es Wahrheit nicht das Dichten

      bezeugt Charakter - Edelhut, mitnichten.

      Und mehr noch. Glauben renkst, dich freust,
      dein Wesen leise gibst nichts scheust,

      wird Efeurank zudann und wann vernichtet.


      ----------------------------------------------------------------------

      Line, hast du mMn ein wirklich realistisches Dasein in unserer Tauschbereitschaft lyrisch anbesprochen ./ hab gerne drüber nachgedacht , :) … dir ein nüssliches Pfeifchen für die Nacht, Frank …

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      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot
    • Hallo Behutsalem,

      "Glaubensfrage" - ein zunächst in die Irre führender Titel, doch dann: Ein gutes Werk über die Verarsche der man erliegen kann

      Du hast Recht, die Glaubensfrage sollte man sich stets stellen und kritisch dem sein was man hört und liest. Schwierig wird es, wenn man stets mit den guten Werten, die anerzogen wurden, den Menschen gegenübertritt: Ehrlichkeit - Vertrauen
      Da kann man der Schönfärberei schon mal auf den Leim gehen und muss erschüttert feststellen - das Böse lebt. All das was du oben so schön gedichtet hast ist mir auch schon passiert ist. Seither bin ich vorsichtig und gebe nur wenig von mir preis. Ebenso stelle ich zunächst einmal vieles in Frage und versuche zu hinterfragen - bevor ich glaube.


      LG Sternwanderer
      Wenn du weißt wer Du bist
      dann nimmst du die Menschen
      so an, wie sie sind. Also: Denk nach!
    • -

      Hallo Line,

      ein mMn sehr breit-guter Faden in seiner denk_Vielfalt ...habe dann für später (hier) noch ein realo-nachdenk_Bömbchen, ich dann mal in diesen denk_Rauml dazu werfe, ;)

      … mal zu meiner Inspiration [ Rumgefummel ]


      Dichtel schrieb:

      bezeugt Charakter - Edelhut, mitnichten.

      Und mehr noch. Glauben renkst, dich freust,
      dein Wesen leise gibst nichts scheust,

      wird Efeurank zudann und wann vernichtet.

      habe ich mMn auch einen fein-kleinen, fast übersehbaren Reflex_Gedanken dazu gemogelt , ;) ,... [ vor dem wohl fast jeder selbst gerne wegläuft, vor sich selbst zu gerne verdrängt ]


      Line, ein Tschüss, bis dann … Frank

      -
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