Hinter(n)gedanken

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    • Hinter(n)gedanken


      Auf stillem Thron beklagt ein Arsch
      sein ödes Schicksal, fordert barsch,
      man möge ihm Respekt erweisen
      und endlich seine Größe preisen.

      Er würd von niemandem verehrt,
      dabei sei er doch hochgelehrt
      und fleißig Tag für Tag studieren
      anhand von Zeitungsblattpapieren.

      Nachdem man ihn komplett entblößt
      und sich des Darmes Druck gelöst,
      lechzt er nach Bildern und Lektüre
      und wartet, dass man ihn berühre.

      Dann plötzlich ist die Hand in Sicht,
      die ihm ein Feuilleton verspricht.
      Er lünkert durch die Plastikbrille
      und liest mit seiner Arschpupille.

      Die „Welt“ streicht hinterrücks vorbei
      und auch die „Bild“ mit Nackedei.
      Was flinke Hände kreisen lassen,
      versucht er blitzschnell zu erfassen.

      Doch alles kann er nicht behalten,
      sein Wissen ist wie er gespalten
      und währt kaum länger als ‚ne Kerze,
      dafür sehr lang die Druckerschwärze.

      Am Ende bleibt nur heiße Luft,
      die wirkungslos im Raum verpufft.
      Drauf lässt er sich ins Dunkel zwingen
      und denkt an Götz von Berlichingen.
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Ich glaube, ich muss noch eine Strophe nachschieben, bzw austauschen. :D Wie gefällt diese hier als letzte Strophe?


      Er kann sich noch so sehr empören,
      man schätzt es nicht, von ihm zu hören.
      Mit einem Arsch, muss er kapieren,
      kann man nicht ernsthaft diskutieren.
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
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