Die alte Hexe

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    • Kalt lugt sie zwischen den Bäumen hervor.
      Wartet auf ihren nächsten Fraß.
      Knackend krallt sich ihre Hand in der Rinde fest.
      Sie keucht. Würgt. Erbricht tote Kinder.
      Gierig nach der eigenen Scham, stiehlt sie sich hinfort.
      Hinterlässt Abdrücke im Dreck von Füßen, die keine mehr sind.
      Immer verwischter wird ihre krumme Silhouette.
      Nur das Schmatzen ihrer Stümpfe im Schmutz hallt in der Heide.

      Dann bleibt sie stehen.
      Widerlich langsam dreht sie sich um, ihr Hals dabei knackend in unnatürlicher Form.
      Tödlich schnell stapft sie los.
      Schnell! Schnell!
      Bloß Hinfort!
      Ja kein Laut, sie riecht jeden Ton!

      Rennen. Über Stock und Stein, mit Hast und Furcht, durch Wald und Wiese. Das Herz als kümmerliches Bündel in der Hand, fort fort, bloß fort von hier!


      Ein Moment der Ruhe, der Körper schweigt, doch der Atem sprengt die Brust, nur ganz kurz, nur einen kleinen Moment....

      Stille.

      ...ist's vorbei, ist man nun allein?




      Oh nein...







      doch jetzt ist's zu spät, dreh dich nicht um.











      Sie steht direkt hinter dir.

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