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    • Die Füße liegen längst schon auf dem Sofa,
      die müd gelaufen, schwer vom Alltag sind.
      Ich streichle sanft den Kopf von meinem Kind,
      in mir die Scherbenwüste von Netofa,

      bereit den Kultbetrieb in Stand zu halten.
      Zu geben, was erwartet wird, verlangt,
      mit Kräften Haus zu halten, doch es bangt
      die Angst; dass Geist und Hände nicht entfalten,

      was andere mit Leichtigkeit erfüllen.
      So denke ich und rechne schon beizeiten.
      Vergleich das Für und Wider, lass mich leiten

      mit Liebe wieder Wünsche zu verhüllen,
      die meines Sohnes Denken bittend füllen.
      Im Trost schon suche ich nach Möglichkeiten.
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Behutsalem ()

    • Liebe Behutsalem,

      ich sehe eine alleinstehende Mutter, die mit aller Kraft versucht die Wünsche ihres geliebten Kindes zu erfüllen
      und im Leben, in der Gesellschaft, ihre Frau zu stehen.

      Sehr gefühlvoll und lebendig geschrieben
      und gerne gelesen

      LG aw k
      Eine Leben ohne Posie ist möglich, aber sinnlos!
      (frei nach Loriot)


      Mut zur Lücke! ^^
    • Hallo Behutsalem,
      neben der Muttersorge um ihr Kind spielt anscheinend "die Scherbenwüste von Netofa" eine bedeutende Rolle.
      Wie beides zusammenhängt, kann ich als eher sparsamer Bibelkenner nicht herauslesen.
      Konstruktiv würde ich in der 2. Zeile "gelaufen" verwenden.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Line,

      ein schmuckes Sonnett hast Du uns da geschenkt. - Das sich zum Kind hinbeugende Mutterliebe mit dem
      Gedanken an den heiligen Ort Netofa nicht ausschließen ist klar, denn in beiden liegt zugleich
      Sorge und die Hoffnung hinsichtlich einer guten Zukunft.

      Im Alltag den Dingen nicht gerecht zu werden, diese Sorge treibt viele Menschen um - mehr, als es zugeben.
      Du schilderst gefühlvoll die Einsicht ins Gegebene und lässt Dich "leiten" - von besagter Hoffnung und von der Liebe.

      Hab Deine Verse sehr gern gelesen,

      Holger
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.
    • Hallo Behutsalem,

      das LI findet sich im täglichen Leben nicht mehr zurecht (Alzheimer/Demenz oder doch nur eine normale Alterserscheinung?) und gleicht innerlich einer Ruine. Was der Sohn sich allerdings insgeheim wünscht, bleibt mir verborgen.

      LG Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Hallo liebe Leser, ich danke Euch für Euer Interesse an meinen Zeilen;

      Liebe aw.K

      alterwein.com schrieb:

      ich sehe eine alleinstehende Mutter, die mit aller Kraft versucht die Wünsche ihres geliebten Kindes zu erfüllen
      und im Leben, in der Gesellschaft, ihre Frau zu stehen.
      Du hast es sehr gut erkannt.
      Danke für dein hineinfühlen und fürs Lesen,
      mlg. Line

      Lieber Perry!

      Netofa ist eine Wüste in der Nähe von Betlehem und wird auf Grund ihres Scherbenfundes als Wüste Netofa betitelt;
      Nachzulesen hier..
      books.google.at/books?id=j3jsK…en%20Ort%20Netofa&f=false

      Es hängt damit zusammen, dass das LyI nach der Trennung mit ihrem Kind alleine war und für sie eine Welt zusammenbrach;
      Ein Neuanfang wo hin das Auge reicht.. in eine neue Stadt mit Kind damals 2 1/2halb Jahre alt, 2 Koffer und 1 Schachtel mit Persönlichem..
      Da wird man schon vor eine Aufgabe gestellt.. und es gab Nächte, da war das LI durchaus am Rande der Verzweiflung und saß vor ihrem persönlichen Scherbenhaufen...
      Doch mit Glauben und Kraft hat sie es geschafft..
      Wenn sie auch sicherlich nicht alle Wünsche ihres Kindes erfüllen konnte, so hat sie ihm ihre ganze Liebe geschenkt und bekommt sie heute doppelt zurück..

      Danke fürs Lesen Perry,
      liebe Grüße, Behutsalem

      Lieber Holger!


      Holger schrieb:

      Im Alltag den Dingen nicht gerecht zu werden, diese Sorge treibt viele Menschen um - mehr, als es zugeben.
      Stimmt und man überlegt und überlegt, wie könnte man, welche Arbeit könnte man noch aufnehmen, auf was kann man an sich Selbst noch verzichten .. es waren ja nie große Wünsche
      und doch waren sie oft nicht machbar..

      Danke auch dir lieber Freund,
      Line

      Hallo Alces;
      Herzlich Willkommen in meinem Faden, in meiner Welt der Gedanken und Worte..


      Alces schrieb:

      das LI findet sich im täglichen Leben nicht mehr zurecht (Alzheimer/Demenz oder doch nur eine normale Alterserscheinung?) und gleicht innerlich einer Ruine. Was der Sohn sich allerdings insgeheim wünscht, bleibt mir verborgen.
      Könnte durchaus auch der Demenz zugeordnet werden, aber wenn du die Zeile an Perry liest dann wirst du vielleicht dem Geschriebenen näher kommen. Hier geht es einfach um eine Frau, die völlig unerwartet vor Tatsachen gestellt wurde, die sie anfangs kaum zu meistern glaubte..
      aber sie hat es geschafft und darauf kann sie und viele andere Frauen, die das gleiche Schicksal erfahren mussten, stolz sein..

      danke auch dir für dein Interesse,
      mlg, Behutsalem
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
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