im Geist verreist

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    • im Geist verreist

      Im Geist verreist

      Als gestern ich an Gestern dachte
      in mir dabei ein Licht entfachte
      es leuchtet in Gedanken rein
      die ganz real zu scheinen sein

      ich kann nun in Gedanken reisen
      wo ich schon war kann ich jetzt bleiben
      so dacht ich mich in die Türkei
      fand mitten mich im Marktgeschrei

      ein Turbanbub greift meine Hand
      zog mich dann fort bis an den Rand
      zeigt dort mir einen bunten Teppich
      sagt bitte komm zu mir und setz dich

      wohin du willst kannst du jetzt fliegen
      Ich sag zu Ihm er soll nicht lügen
      auf einmal hebt der Teppich mich
      und hoch vom Markt entfernt er sich

      Ich schaue ängstlich übern Rand
      seh unter mir den weißen Strand
      hab freudig auf das Meer gekuckt
      er sagt er wär der kleine Muck

      Hab bald das Licht dann ausgemacht
      das war in meinem Kopf entfacht
      war glücklich über diese Reise
      und über nicht bezahlte Preise

      Schalt ein dein Licht der Fantasie, sonst hast du solche Freude nie
      silbern ist mein Haar nicht grau, bin so jung wie ich mich trau !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von die3.Jeije () aus folgendem Grund: Wegen Hinweisen von Dichtel und Sushan

    • Ich muss gestehen: Den kleinen Muck musste ich erstmal googeln, der war mir unbekannt.
      Ansonsten hat mir Deine kleine Reise aber viel Spaß gemacht und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich viel zu wenig positives schreibe.
      Und einen kleinen Hang zu (lyrischer) Gewalt habe. Der Mensch scheint sich allgemein gern mit solchen negativen Dingen zu beschäftigen und vieles was hier gepostet wird, hat einen negativen Ton.
      Oder betrachtet irgendeine Metaebene. Deswegen sind solche kleinen Aufheller auch immer wieder schön zu lesen! Danke!

      Was Technisches habe ich auch noch, aber keine richtige Kritik.
      Die erste Strophe finde ich eigentlich recht schön konstruiert und diese Wortakrobatik spricht mich an. Nur irgendwie ist es gleichzeitig ein bisschen schwer zu lesen.
      Was ich meine ist das hier:


      die3.Jeije schrieb:

      Als gestern ich an Gestern dachte

      und


      die3.Jeije schrieb:

      in Gedanken rein
      die ganz real zu scheinen sein

      Nur so richtig flüssig liest es sich nicht und erschwert ein wenig den Einstieg.
      Aber vielleicht ist das auch nur mein persönliches Empfinden, da warte mal lieber noch, bis technisch versiertere User kommen.
      Es ist auch gar keine Kritik und ich mir gefallen solche verbalen Verrenkungen, weil sie einen inne halten lassen. Mir ist es nur aufgefallen und da ich weiß das mich solche Dinge immer weiter bringen, wenn andere sie mir aufzeigen, wollte ich es Dir hier lassen.
      She is the gold at the end of the rainbow
    • die3.Jeije schrieb:

      Im Geist verreist

      Als gestern ich an Gestern dachte
      in mir dabei ein Licht entfachte
      es leuchtet in Gedanken rein ……………….. <-- entpuppte sich ein roter Wein
      die ganz real zu scheinen sein … <-- Klar, dann 'der'./ und ne tolle Konstruktion: zu scheinen sein , :)

      ich kann nun in Gedanken reisen
      wo ich schon war kann ich jetzt bleiben
      so dacht ich mich in die Türkei
      fand mitten mich im Marktgeschrei

      ein Turbanbub greift meine Hand
      zog mich dann fort bis an den Rand
      zeigt mir dann dort den Teppich ………….. <-- zeigt mir nen wunderschönen Teppich
      und bittet mich komm setz dich

      wohin du willst kannst du jetzt fliegen
      Ich sag zu Ihm er soll nicht lügen
      auf einmal hebt der Teppich mich
      und hoch vom Markt entfernt er sich

      Ich schaue ängstlich übern Rand
      seh unter mir den weißen Strand
      hab freudig auf das Meer gekuckt
      er sagt er wär der kleine Muck

      Hab bald das Licht dann ausgemacht
      das war in meinem Kopf entfacht
      war glücklich über diese Reise
      und über nicht bezahlte Preise

      Schalt ein dein Licht der Fantasie, sonst hast du solche Freude nie

      Hallo die 3.jeije,

      ein echt Klasse tiefsinn_Reimgedicht (paarweise), jambisch sauber, 4-hebig und ein finer Inhalt … weht gut nach , :)

      sind es in unserem Leben jene besonderen Momente, lassen wir uns mal von unseren Sachzwängen und Verklebungen los, frei ... lassen uns nah ein, warum nicht auf unsere Fantasie bewusst ein ./ wäre da plötzlich ein fliegender Teppich auf dem wir drüber-reisen über die Welt und durch den Raum;

      spüren sofort, dieses Erlebnis bleibt in unserem ICH eingraviert (machen beruhigt das fanta-Licht wieder aus), ein tolles Gefühl … nehmen uns unsere Beine plötzlich so leicht irgendwohin.

      die 3.jeije, habe gerne deine gelungenen Zeilen geles-genossen ... dir einen fröhpfeif Gruß, Dichtel …


      … ach ja, vergaß ich dir noch zu erwähnen, hab mal oben meine Inspiration zu drei Zeilen dazugelegt … kam mir einfach so wegen des mMn dann etwas Runderen in den Sinn , ;)

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      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Danke Sushan, es ist Balsam von einer so wortgewannten Dichterin gutes über eigene Verse zu lesen. Sei im Geist umarmt dafür.

      Und lieber Dichtel, du hast mich überrascht. Ich hab nicht erwartet das du mit deinen auf strenge logig fixierten Beiträge, dich auch so auf meinen Versuch, mal Leichtigkeit einzubringen, einlässt. Dafür Achtung und ein Dankeschön.
      Deine Vorschläge sind gut. Hab an diesen Stellen hin und her gebastelt und bin zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen. Ich geh da auf jedenfall nochmal ran.

      Nochmal zu Sushan. Ich fand die Idee "als gestern ich an Gestern dachte" ganz gut. Hier sollte der Leser gerade festgehalten werden, weil er einen Moment braucht um auf vorgestern zu kommen. Aber auch diese Stellen nehme ich mir nochmal vor
      silbern ist mein Haar nicht grau, bin so jung wie ich mich trau !

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von die3.Jeije ()

    • Hallo 3. Jeije,

      eine hübsche Idee eines optimistischen, phantasiebegabten Menschen, in der Vorstellung in der weiten Welt unterwegs zu sein, fern in der Türkei, wo Journalisten hinter Gittern, und dann noch auf einem fliegenden Teppich. Ich bevorzuge den Finger auf der Landkarte, klappt hundertprozentig, bin schon x-mal um die Welt gereist und habe festgestellt, zu Hause ist es doch bequemer.

      Aber sieh dir mal die Reime an, die sind stellenweise nicht ganz hundertprozentig. Sehr gut gefällt mir der Einstieg "Als gestern ich an gestern dachte".
      Vielleicht wäre aber besser: "Als gestern ich ans Gestern dachte". Das ist umfassender, denn man erfährt nicht, was am Tag vorher war.

      Angelika
    • Angelika schrieb:

      Hallo 3. Jeije,

      eine hübsche Idee

      eines optimistischen, phantasiebegabten Menschen, in der Vorstellung in der weiten Welt unterwegs zu sein,

      fern in der Türkei, wo Journalisten hinter Gittern,

      und dann noch auf einem fliegenden Teppich. Ich bevorzuge den Finger auf der Landkarte, klappt hundertprozentig,

      bin schon x-mal um die Welt gereist und habe festgestellt, zu Hause ist es doch bequemer.

      Aber sieh dir mal die Reime an, die sind stellenweise nicht ganz hundertprozentig.


      Sehr gut gefällt mir der Einstieg "Als gestern ich an gestern dachte".

      Vielleicht wäre aber besser: "Als gestern ich ans Gestern dachte". Das ist umfassender, denn man erfährt nicht, was am Tag vorher war.

      Angelika


      -

      Hallo Angelika,

      ich mach das ganz ganz selten, aber in diesem Fall gönne ich mir selbst diese Ausnahme.

      Lese ich deinen Kommentar auf den Text von die 3.jeije, dann weiß ich, es geht hier nicht um einen sachlich orientierten Komm, sondern einzig um einen Nörgel-OT Beitrag, der einfach mal hochnäsig nach unten fingern will, und mir nur bedeuten kann, dass du entweder hier einzig bewusst sinnleer Kritteln willst oder du es tatsächlich nicht besser weißt ??? ./ ganz egal, welche Motivation dich lenkt, beides ist einfach nur schade, so einen Unfug hinzuschreiben..

      * Was dein Schnickser hier ins Politische [ Journalisten hintern Gittern ] will, ist einfach nur ein sinnentfremdeter und sinnentfremdender Bezug zum Contents des Gedichts, also pures OT.

      ------------------------------------------------------------------

      * Was dein Hinweis, dein Vorschlag zur ersten Zeile eruiert, eruieren will, ist mir ebenso schleierhaft, dieser mMn ebenso das Original sinn-entfremden will.

      Aus "Als gestern ich an gestern dachte". // nun [ Vielleicht wäre aber besser: ] "Als gestern ich ans Gestern dachte"

      folgerst du mit deinem Vorschlag, Das ist umfassender, denn man erfährt nicht, was am Tag vorher war.

      Bei dieser deinen Erklärung musste ich erst mal zweimal hingucken, was da eigentlich wirklich steht [ konkret, was für ein argumentativer, sich selbst widersprechender Unsinn nur ? ]. Dein Vorschlag/Argumentation spricht einerseits von einer "umfassenderen" Zeitweite [ zum Original ] und schränkt gleichzeitig diese Zeitweite dadurch ein, dass du nun dem Konjunkt von einem jeweilig bedingten Heute aus einem Gestern quasi den Existenzgrund abcutten willst, ergo jedes kaskadische (konjunkte) Zeit_zurück sich selbst den Boden unter den Füßen wegnimmt, ja mit deiner eigenen Begründung du quasi keine Vergangenheit mehr zulässt [ denn man erfährt nicht, was am Tag vorher war ].

      Also nicht nur, dass dein Vorschlag [ "Als gestern ich ans Gestern dachte" ] jene umfassende Weite des Originals [ Als gestern ich an gestern dachte ]
      einschränken will, umso mehr jeden verlaufenden Zurückblick [ von heute ins eigene Gestern oder umgekehrt, von einem Gestern in sein Heute ] geradezu ausschließt,

      aber du gleichzeitig von einem umfassenderen Zeitweit für dich sprichst … da bleibt mir nur ein kontradiktives Unverstehen , :S

      zudem (umso erstaunlicher) hat deine eigene Argumentation nun überhaupt nichts mit deinem geworteten Vorschlag zu tun.

      _______________________________________________ :

      Das Original blickt von einem irgendwann Gestern (also fest, zugleich bel.) auf das dazu sich ereignete dahinter-liegende Gestern in seiner kompletten Weite, also Konjunkt kausal Zeit_gebunden in sich selbst, also Zeit_natürlich ./ und in seiner inneren, unabtrennbaren Kausalität, zurück und nach vorne.

      Dein Vorschlag [ "Als gestern ich ans Gestern dachte" ] will nun ein Gestern anschauen, das quasi losgelöst von LI's Zeitwert im Jetzt [ von gestern bis heute ] sein will, was ja den Zeitwinkel erheblich einschränkt und nichts, aber auch rein gar nichts mit einem "umfassenderen" Blick in ein Gestern bedeutet.

      Für mich eine komplette irr-wegige Beschreibung dir selbst gegenüber, umso mehr dem Original gegenüber , :S … also wieder einzig OT.

      Es gibt nunmal keine menck'eske Zeitinsel, die komplett von ihrer Umgebung abgetrennt existiert, existieren kann, hat jeder Zeitschritt immer eine Konsequenz in sein Zurück wie in sein nach vorne.

      ----------------------------------------------------------

      * Und nun zum Dritten ./ deine Bewertung zu den Reimen : Aber sieh dir mal die Reime an, die sind stellenweise nicht ganz hundertprozentig.

      Was solch eine text-unkonkrete zugleich nörgelnde Nörgelei will, liegt mir ebenso außerhalb jeder ernsthaften Kommunikation von Leser zu Text, Arbeitet der Text bewusst in S2 mit zwei quasi_Waisen und durchgängig mit 'ei' diphtong'esken Endreimen [ zwei Verse davon sauber ], wobei bzgl der Reim-Unreinheit die Wortestruktur in Vokalität und Konsonanten bis auf die konsonantische Variation gleich ist.

      ich kann nun in Gedanken r /eisen
      wo ich schon war kann ich jetzt bl /eiben
      so dacht ich mich in die Türkei
      fand mitten mich im Marktgeschrei

      Was ist also hier dein Problem bzgl einer klassischen Reimung, die insbesondere auch saubere Waisen und absolute Waisen vorsieht?


      Und in S4 liegt ein sauberer vokalisiert unreiner Reim [ als klangähnlicher Reim ] vor, dessen konsonantische und silbenbetonende Gleichheit unberührt bleibt.

      wohin du willst kannst du jetzt f /liegen
      Ich sag zu Ihm er soll nicht / lügen
      auf einmal hebt der Teppich mich
      und hoch vom Markt entfernt er sich

      Was also hier dein Problem ist, erschließt sich mir ebenso nicht ./ zumindest stehen solche sauberen, unreinen Reime der klassschen Vorgabe zu keinem Zeitpunkt im stör_Wege, was zumindest von allen etablierten Klassikgrößen ab und wann nicht nur eingesetzt wurde, insbesondere damit bewusst der Inhalt umso mehr bedeutet sein wollte/will und in der bewussten Inszenierung auch betont,

      eben durch die nahe Klanggleichheit, zugleich vorliegende, nuancierte Reim-Variation.

      ------------------------------------------------------

      Zusammenfassend, Angelika, für mich einzig, wie ich es schon Eingangs betonte … mMn nichts weiter als ein von dir inszenierter Nörgel-OT Beitrag [ na ja, ganz nett, ganz hübsch das Ganze ], eben, um einen Text bewusst sinnleer in einen partiellen Zweifel zu rücken. Zumindest bei einem Dichtel funktionieren solche lyrischen Nörgel-Gaukeleien nicht , ;)

      Gruß Dichtel …

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      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • He Leute, ich muß lernen meinen Fantasiefluß zu zügeln. Soll heißen nicht so viel einstellen hier ins forum lieber mal Lehren annehmen und länger an den Gedichten arbeiten.
      Dichtel.
      Du bist mir gerade sehr ans Herz gewachsen, weil du hier anscheinend für mich in die Bräsche gesprungen bist. Super . Ich glaube das ich auch von dir, so wie auch von vielen anderen , viel lernen kann. Aber ... wenn ich eines Tages einen kleinen Gedichtband veröffentlichen wollte, wird dieser bei Lesern unterschiedlich gut ankommen. Also soll hier ruhig jeder seinen "gutgemeinten" Komentar dazu geben . Ich lerne aus Allen.

      Angelika.
      Ich hoffe du liest auch andere Gedichte von mir. Vieleicht gefallen dir die inhaltlich besser. Auch ich bin schon weit gereist. Ich habe viele Länder besucht. Eins davon ist die Türkei mit aussergewöhnlich gastfreundlichen Menschen und einem Flair das seines Gleichen sucht. Ich hoffe sehr das die derzeitige Politik nicht dazu beiträgt diesen freundlichen Umgang zwischen Türken und Berlinern, für den wir hier jahrzehte gebraucht haben, wieder kaputt zu machen. Trotzdem war die Türkei in meinem Gedicht nur wegen des Reim`s ausgesucht. Es ging einfach nur darum seine Fantasie Neu zu entdecken
      und sich dem Leben und der Welt wieder zu erfreuen. Das ganze hier auf der Satireseite um entspannte Leute zu erreichen
      silbern ist mein Haar nicht grau, bin so jung wie ich mich trau !
    • die3.Jeije schrieb:

      He Leute, ich muß lernen meinen Fantasiefluß zu zügeln.

      Nein!
      Bloß nicht! Ich bin technisch gesehen (Jambus, Metrum, tralala) auch eine Banausin sondergleichen, obwohl ich mir derzeit ein bisschen mehr Mühe gebe.
      Aber ich finde es viel wichtiger, dass etwas von Herzen kommt. Und das merkt man bei Dir immer!

      Und was Dichtel angeht:
      Wir hatten hier mal so eine schöne Konversation, wegen dem "Nussomnibus" und hatten so viel Spaß damit.
      Da ging es auch um pure Fantasie und Spinnerei, abseits von allem technischen. Kannst ja hier mal gucken, es ist eines der schönsten Werke von Dichtel.
      Und Lena und ich hatten so viel Spaß, uns dazu selbst etwas "zusammen zu reimen"
      Wir planen schon seit einiger Zeit, die Reise noch fortzusetzen und das machen wir bestimmt auch noch. Kannst ja mal rein schauen:

      Der vierblättrige Sauerklee flüstert im Luftballon und du findest ihn


      Deshalb mache bitte genauso weiter!
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