Die besten Jahre

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    • Die besten Jahre

      Wir träumten uns ne bess're Welt
      Wir hatten Ideale
      Wir strebten nicht nach Macht und Geld
      Wir hassten das Normale

      Wir waren jung, wir waren stolz
      Wir standen für's Gerechte
      Geschnitzt aus einem and'ren Holz
      Wir wollten nur das Echte

      Genie und Wahnsinn war'n normal
      Wir litten für das Wahre
      Der breite Weg war uns egal
      Es waren geile Jahre

      Die Utopie ist Utopie
      Doch lass uns nicht verzagen
      Verraten werden wir uns nie
      Das Schicksal wird uns tragen

      Wenn wir ein Stückchen dieser Zeit
      In uns, im Herz behalten
      Dann kommen wir noch weit
      Dann kann uns nichts aufhalten
      In Ewigkeit die Wahrheit bleibt, dass nichts ist für die Ewigkeit
    • Hallo Demian S;

      Das liest sich ja so wie Butter aufs Brot schmieren;
      Sehr schöner Lesefluss;

      Tja, jeder hat so sein Jahrzehnt in dem er Laufen gelernt hat ,, durch das Leben.. mit all seinen Höhen und Tiefen;
      Bei mir waren es die 8ziger .. eine weiße Socken Zeit, Nena, Rüschen wohin das Auge auch sah, Dauerwelle naturell war sehr modern
      und natürlich die Musik.. Und da war Zusammenhalt, was wir alles ausgehegt haben, schönes, weniger normales, einer ist für den anderen eingestanden.. wir waren anders eben, aber nur für die anderen, wir fühlten uns normal unnormal..

      Sehr gerne gelesen,
      mfg. Behutsalem
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Demian


      "Heute stehst du bei Herti an der Kasse
      Da ist keine Sehnsucht mehr in deinem Blick"

      Du kennst diesen Song der Ärzte sicher (Kopfüber in die Hölle). Bei dir nimmt das Thema eine hoffnungsvolle Kurve und das macht Mut. Aber ich hatte mal einen Gedanken, der etwa so lautet: Es ist gerade das Streben nach dem Heil, das häufig enormes Unheil verursacht. Auch du schreibst vom Leiden. Und doch scheint der Mensch unverbesserlich nach dem Heil zu suchen. Irgendwas muss da dran sein. Aber wahrscheinlich wird man es erst finden, wenn man nicht mehr danach sucht.

      Liebe Grüsse

      Leontin
    • Danke für die Reaktionen, sind interessante Gedanken dabei.

      Leontin, mit der Erwähnung des Ärztesongs (den ich natürlich kenne), hast du mich dazu inspiriert, in der Rubrik "Was hörst du gerade" einen aktuellen Song (von Hämatom) mit ähnlicher Thematik zu teilen :D

      LG,
      Demian
      In Ewigkeit die Wahrheit bleibt, dass nichts ist für die Ewigkeit
    • Hallo Demian,

      der ewige Zwiespalt im Rückblick. Wer liegt richtiger, der wütende junge Mann von einst oder der gereiftere älter gewordene, der nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand geht? Hat man die Ideale von einst verraten oder ist man nur schlauer, weiser gar, geworden? Im Sinne des Gebets: Herr, lehre mich die Dinge anzupacken, die ich ändern kann, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann und vor allem lehre mich, das eine vom anderen zu unterscheiden.

      Sind wir korrupt geworden, oder einsichtig? Lässt sich Idealen leichter anhängen, wenn einem ein anderer noch Unterkunft und Mahlzeiten garantiert? Verliert sich der Drive, wenn man die Semmeln auf einmal selbst verdienen muss, mit allen damit einhergehenden Zwängen? Hat einen vielleicht die berufliche Aufgabe so gepackt, dass man nicht mehr in Kategorien von "Ausbeutung" und "Lohnsklaven" denkt? Oder ist es nicht die Aufgabe, sondern der eigene Ehrgeiz? Hat man auf einmal etwas zu verlieren, das man erhalten will und sogar verteidigen würde - materiell und immateriell?

      Es gibt tatsächlich Dinge, über die sollte man erst urteilen, wenn man auch mal ein Stück in den betreffenden Mokassins gewandert ist.

      Und nur, weil man als junger Mensch Ideale hatte, heißt das ja nicht allein deshalb schon, dass diese Ideale auch richtig gewesen sein müssen. Ich bin sicher, Jim Morrison, Janis Joplin und Jimi Hendrix hatten auch Ideale...…

      Super flüssig gereimt, sehr schön zu lesen.

      Bin gerne mitgegangen.

      Ruedi
    • Ruedi schrieb:

      Super flüssig gereimt, sehr schön zu lesen
      Ja, das ist mir hier gelungen, sagen was ich wollte und ein gleichmäßiges Metrum.
      Normalerweise ordne ich das Metrum dem Inhalt unter (und Sprache hat schon Grenzen, egal wie talentiert man ist). Mittlerweile sind Wechsel und Unregelmäßigkeiten im Versmaß eigentlich mein Markenzeichen. Ich hab mal eine längere Gedichtsammlung mit regelmäßigem Metrum geschrieben, nur um zu beweisen, dass ich es kann. Die meisten davon sind es nicht wert, veröffentlicht zu werden. Ich habe dann auch immer das Gefühl, die alten Klassiker zu imitieren und die waren schon perfekt. Ich vergleiche das gerne mit dem Unterschied von klassischer Musik zum Rock, und da wäre ich dann eher bei letzerem :D
      In Ewigkeit die Wahrheit bleibt, dass nichts ist für die Ewigkeit
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