Passion

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    • Passion

      Es ist ein langer Weg, der sich um Berge windet,
      Durch Täler eilt und Feld- und Wiesenraine säumt.
      An mancher Stelle steht ein alter Baum und träumt.
      Darunter wiederum ein Mensch, der wartet, findet,

      Was er nicht sucht, wie immer er sich quält und schindet.
      Auf einer Lichtung, dort, wo eine Quelle schäumt,
      Steht eine junge Ricke. Sie wirkt wie hingeräumt,
      Damit man dieses Bild als Paradies empfindet:

      Die Welt, an deren vielen Wegesrändern Kriege
      Und Elend herrschen, Not und Tod und Qual und Scheitern.
      Hinauf geht es zum letzten Gipfel, diese Stiege,

      Den Horizont, das Blickfeld ewig zu erweitern:
      Das Menschenleben ist nicht viel, voll müder Siege,
      Voll harter Niederlagen; Sterben kann erheitern.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Hallo Walther,

      ein Sonett das seines gleichen sucht;
      Ich neigte beim Lesen dazu , inne zu halten um die Sinnesbreite und Tragweite der Aussage nicht zu verlieren;
      Bei Passion dachte ich zuerst an die Leiden Christi..

      Dein Werk strotzt nur so vor SchwereMut.
      Und ist gleichzeitig fast schon ein , komm lass uns im Sterben begnadet sein, trotz der vielen Fehler die wir auf Gottes Erden gemacht haben und damit das Ausmaß ein bisschen gelindert wird gibt man dem Bild das Tier ( Ricke ) zum Opfer und gleichzeitig als Balance für die Seele..

      Ich weiß nicht was ich sagen soll , dein Denken rührt mich ungemein, nicht nur weil es so wunderschön geschrieben , in durch Wortwahl ein sehr gut gewähltes Ganzes ergibt, es rührt mich, weil wir , Menschen, was Gott uns gegeben im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen treten , durch all die Leiden die der Mensch der Natur und mit ihr auch uns selbst zufügt;

      Sehr gerne gelesen und hoffentlich diesmal ein wenig näher am Geschehen mit meinem Denken;
      mlg. Behutsalem
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Behutsalem ()

    • Behutsalem schrieb:

      ...
      Ich neigte beim Lesen dazu , inne zu halten um die Sinnesbreite und Tragweite der Aussage nicht zu verlieren;
      Bei Passion dachte ich zuerst an die Leiden Christi..

      Dein Werk strotzt nur so vor SchwereMut.
      Und ist gleichzeitig fast schon ein , komm lass uns im Sterben begnadet sein, trotz der vielen Fehler die wir auf Gottes Erden gemacht haben und damit das Ausmaß ein bisschen gelindert wird gibt man dem Bild das Tier ( Ricke ) zum Opfer und gleichzeitig als Balance für die Seele..

      Ich weiß nicht was ich sagen soll , dein Denken rührt mich ungemein, nicht nur weil es so wunderschön geschrieben , in durch Wortwahl ein sehr gut gewähltes Ganzes ergibt, es rührt mich, weil wir , Menschen, was Gott uns gegeben im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen treten , durch all die Leiden die der Mensch der Natur und mit ihr auch uns selbst zufügt;

      ....
      Hi Behutsalem,
      danke fürs lesen und kommentieren. wie du anderenorts schriebst: gedichte werden erst beim lesen, also mit hilfe des lesenden, "fertiggestellt". meist liest man sie jedesmal ein bißchen anders. wenn sie jedoch immer etwas zu sagen haben, berühren sie uns. dann sind sie "gut".
      ich habe diese verse für eine vor kurzem verstorbene forendichterin aus einem anderen forum verfaßt. später habe ich erkannt, daß ich damit den tod meiner patentante, der ich sehr nahe stand, ebenfalls verarbeitet habe. und wenn es anderen hilft, dieses thema zu bedenken, ist es gut. beide verstorbenen hätten das sicherlich begrüßt. wir müssen den tod als teil des lebens - nicht als sein gegenteil - begreifen. das nimmt ihm. so hoffe ich, einen teil seines schreckens.
      lg W.
      PS.: Der titel "Passion" soll in der tat den von dir genannten bezug herstellen.
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    • Also erstmal gefällt mir Dein Werk auch ausgesprochen gut, ich finde vor allem auch die Form sehr spannend und habe schon überlegt, mich auch mal auszuprobieren.
      Deshalb sind solche "Vorlagen" auch immer sehr gewinnbringend für mich, vor allem wenn sie handwerklich so gelungen sind.
      Ich hab mir mal ein Lesezeichen gesetzt und werde das irgendwann demnächst sicherlich mal benutzen, um mich ein wenig zu orientieren.

      Zum Thema habe ich auch etwas zu sagen.


      Walther schrieb:

      wir müssen den tod als teil des lebens - nicht als sein gegenteil - begreifen. das nimmt ihm. so hoffe ich, einen teil seines schreckens.

      Diesen Gedanken habe ich immer weit von mir weg geschoben. Mit Anfang 20 glaubt man ja noch, man selbst sei irgendwie unsterblich. Und wenn die Gedanken doch aufkamen, habe ich sie immer angstvoll beiseite geschoben.
      Aber bei mir hat sich auch einiges verändert, die letzten 2 Jahre und ich habe andere Sichtweisen kennen gelernt, was dieses Thema betrifft.
      Und bin nun der Ansicht, dass sogar dem Tod eine gewisse Romantik inne wohnen kann. Oder ist dem gar nicht so und es ist nur eine Art romantische Verklärung, die im Endeffekt auch nur wieder eine Art Angstbewältigung ist?
      Das habe ich noch nicht abschließend geklärt. Eigentlich hätte ich noch jede Menge dazu zu sagen, aber ich belasse es vorerst mal dabei.
      She is the gold at the end of the rainbow
    • Hi Sushan,

      danke für deinen tiefsinnigen überlegungen.

      wenn man jung ist, liegt der tod irgendwo weit draußen, weit vorne. das ist gut so. sonst beginnt man nichts, und schon gar nichts neues. der blickwinkel verändert sich, wenn man mit lieben menschen gemeinsam den letzten weg geht. ganz besonders, wenn sie krank sind und hinfällig werden. und einfach nicht mehr können.

      ob mein sonett gut ist, weiß ich nicht einzuschätzen - das weiß man selbst nie. wenn es berührt - wie dieses hier -, bin ich zufrieden. es gibt viele wunderbare sonetter. wer sie liest, wird schnell in ein gefühl für diese form gewinnen. dieses gefühl braucht man, um sonette zu schreiben.

      lg W.
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    • Jetzt mal vom Sonett abgesehen und vom Inhalt, hat mich Dein Werk zumindest auch angespornt, mich einmal näher mit der Reimform zu beschäftigen, die mir unglaublich gut gefällt.
      Ich weiß noch das Du anfangs mal zu mir gesagt hast, ich soll mehr auf die Technik achten, was Silben usw. angeht.
      Das kam mir aber so weit weg vor, so als würde mich das in meinem Fluss behindern. Nun bemerke ich aber durchaus Interesse, habe mich ein wenig umgeschaut und gelernt das es "umarmender Reim" ist.
      Und nun baue ich auch an etwas herum, bevor ich das Sonett angehen werde.
      An Perry Art und Weise habe ich mich ja auch schon ausprobiert und die gefällt mir auch gut.
      Ihr liefert hier wirklich richtig tolle Sachen ab und auch wenn ich damals Deine Ratschläge erstmal links liegen ließ (und /Bethusalems/Perrys auch), haben sie doch verfangen.
      Langsam bemerke ich wirklich auch eine Veränderung bei mir und versuche sorgfältiger zu sein, mir auch mehr Zeit zu lassen.
      Deswegen bringt mir das hier auch alles so unglaublich viel. Dafür wollte ich auch einfach mal "Danke" sagen!
      She is the gold at the end of the rainbow
    • Sushan schrieb:

      Jetzt mal vom Sonett abgesehen und vom Inhalt, hat mich Dein Werk zumindest auch angespornt, mich einmal näher mit der Reimform zu beschäftigen, die mir unglaublich gut gefällt.
      Ich weiß noch das Du anfangs mal zu mir gesagt hast, ich soll mehr auf die Technik achten, was Silben usw. angeht.
      Das kam mir aber so weit weg vor, so als würde mich das in meinem Fluss behindern. Nun bemerke ich aber durchaus Interesse, habe mich ein wenig umgeschaut und gelernt das es "umarmender Reim" ist.
      Und nun baue ich auch an etwas herum, bevor ich das Sonett angehen werde.
      An Perry Art und Weise habe ich mich ja auch schon ausprobiert und die gefällt mir auch gut.
      Ihr liefert hier wirklich richtig tolle Sachen ab und auch wenn ich damals Deine Ratschläge erstmal links liegen ließ (und /Bethusalems/Perrys auch), haben sie doch verfangen.
      Langsam bemerke ich wirklich auch eine Veränderung bei mir und versuche sorgfältiger zu sein, mir auch mehr Zeit zu lassen.
      Deswegen bringt mir das hier auch alles so unglaublich viel. Dafür wollte ich auch einfach mal "Danke" sagen!
      hi Sushan,
      ohne mentoren geht es nicht. ich könnte dir auf anhieb wenigstens drei internetlyriker aufschreiben, ohne die ich nicht der wäre, der ich heute bin. perry dürfte es ähnlich gehen. wer kritik zuläßt und hinweise ernstnimmt sowie beides als hilfe ansieht, wird daraus lernen und damit wachsen. wer das nicht tut, bleibt auf dem stand, den er erreicht hat.
      deinen dank nehme ich gerne an, reiche ihn aber gleich an meine wunderbaren und geduldigen mentore weiter. dort gehört er nämlich hin, denn ich gebe nur weiter, was ich empfangen habe.
      lg W.
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