Der Kritikerkönig

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    • Der Kritikerkönig

      Der Kritikerkönig
      (Alles nur geklaut)

      Wer schreibt so banal, hat das ersinnt?
      Ist es der Dichter, der völlig spinnt?
      Küsst ihn die Muse so spärlich arm?
      Oder ist's aus des Kritikers Darm?



      “Mein Poet was birgst du so bang dein Gesicht?“
      “Siehst Muse , du den Kritiker nicht?
      Den Kritiker mit Pein und Häme
      mächtig, dass er sich für nichts schäme.“



      "Du naiver Clown, komm, geh mit mir!
      Gute Kritik zeig und schreib ich dir;
      sachlich in Worten, nicht an die Wand,
      Unterstellungen werden verbannt.“



      “Oh Muse, oh Muse, und hörest du nicht wie der Kritiker mir laut wiederspricht?
      Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:
      Im Unrecht wird zum Orkan der Wind.“



      "Willst, feine Kritik, gut zu verstehn?
      Durch deine Vernunft musst du sie sehn.
      Dein Verstand tauche die Feder ein,
      und lege Gefühl und Respekt mit hinein."



      “Oh Muse, oh Muse und siehst du nicht dort
      des Kritikers Seele am düstern Ort?“
      “Mein Boheme, mein Narr, ich seh' es genau:
      vor Selbstherrlichkeit der Geist so grau.“



      "Ich sehe dich nicht, mich reizt dein Spiegel in meiner Gestalt;
      und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
      “Oh Muse, oh Muse, jetzt fasst er mich an!
      Kritiker hat mir ein Leids getan!“



      Der Muse grauset's, wendet sich ab geschwind.
      Sie hält in Armen des Dichters Kind,
      Erreicht Frieden mit Mühe und Not;
      und auch wenn es behindert war,
      in ihren Armen das Kind war tot.



      R.I.P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Detlef Radke ()

    • -

      Hallo Detlef,

      was für eine real-satierende Ironie,hi hi … :thumbsup: … und so nahbei bei det grausame Wirklichkeit.

      Eine quasi irre zwie_Hommage an den Unhold 'Der Kritiker' und an das kleine Worte-Röschen voll Unschuld und Reinheit, reichte schon die kleinste Böe und Rös ist tott … und Unhold hüpft glücklich den Regentanz, oder so und ähnlich.

      Habe mal deine zitatischen Gedanken nochmals in die Luft geworfen und den Zufall vom scrabble-Boden aufgelesen,
      rein zufällig , ;)


      Detlef Radke schrieb:

      Der Kritikerkönig
      (Alles nur geklaut) … etwas Original neu Dichtel gescrabbelt , ;)

      Wer schreibt so banal … Ist es der Dichter … Küsst ihn die Muse … mit Pein und Häme
      mächtig, dass er sich für nichts schäme.

      … Unterstellungen werden verbannt … Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind … Willst, feine Kritik? … tauche die Feder ein …

      Oh Muse, oh Muse … am düstern Ort … Mein Boheme, mein Narr, ich seh' es genau: … der Geist so grau … ich seh' es genau … jetzt fasst er mich an! Kritiker hat mir ein Leids getan!“

      Der Muse grauset's, wendet sich ab geschwind. Sie hält in Armen des Dichters Kind … auch wenn es behindert war, in ihren Armen das Kind war tot.



      R.I.P

      Detlef, eine fine satyr_Hommage an das, was doch Kommunikation im Innern ausmacht, schaute man auch mal über seine eigenen Befindlichkeiten hinaus … sähe man vielleicht das reale Dazwischen …

      gerne in deiner Melange mitgespürt und etwas mit-gescrabbelt … dir wieder ein Tschüss, Frank …

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • Hallo Detlef,

      ob diese Persiflage Goethe gefallen hätte, können wir nur vermuten.
      Zumindest brachten manche der darin verwendeten Bilder auch damals schon Kritiker auf den Plan, die von Naturmagie bis hin zu Kindesmissbrauch so einiges herauslasen. ;)
      Was die Kritik in Lyrikforen anbelangt, dient diese in erster Linie dazu an Texten zu arbeiten, um sie zu verbesseren.
      Das setzt natürlich den beiderseitigen Willen und einen respektvoll Umgang miteinander voraus.
      Für mich ist das konstruktive Arbeiten an Texten die Haupttriebfeder meiner Forenaktivität.

      So verbleibe ich mit Goethe:

      Mein Leser, mein Leser siehst du nicht dort
      die Metaphern am düstern Ort? –
      Mein Autor, mein Autor, ich seh’ sie genau:
      sie scheinen so gülden und sind doch grau. –

      Gern Mitgeritten und LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
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