Melancholie des Schweigens

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    • Melancholie des Schweigens

      Der bleiche Mond blickt durch die Wipfel
      und Nebel liegt auf tiefem Wiesengrund
      ein Adler steigt hinauf zum Gipfel
      im fahlen Morgen zu so früher Stund


      der Wald verharrt in sanftem Schweigen
      bevor der Wind die Blätter raschelnd treibt
      sich langsam hin zur Erde neigen
      in Rot und Gelb das Herbstblatt schreibt


      die letzten Grüße schon mit schwacher Hand
      im Dämmerlicht schwebt leicht ein Reigen
      verweht die Zeit mit letztem Band
      verklingen Töne wie von leisen Geigen
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Carry ()

    • Hallo Carry,

      das liest sich in der Wortwahl durchgehend sehr wohlklingend, allerdings komme ich an zwei drei Stellen ins gedankliche Schleudern. Ich glaube, da hat der Reim sowohl die Grammatik überrollt, als auch den Inhalt geleert. Konkret:

      Carry schrieb:

      sich langsam hin zur Erde neigen
      in Rot und Gelb das Herbstblatt schreibt
      Vor "...sich langsam" endete (für mich) ein Satz. Daher hängt diese Zeile in der Luft. Und wenn in der Zeile vorher kein Satz endete, dann geht es nicht korrekt weiter.
      Das Herbstblatt schreibt letzte Grüße? Hm, ich dachte man schreibt auf Blättern. Sehr ungewohnt.

      Carry schrieb:

      im Dämmerlicht schwebt leicht ein Reigen
      verweht die Zeit mit letztem Band
      Was bedeutet es, wenn die Zeit "mit letztem Band" verweht?

      Also, ich denke, da könnte eine Überarbeitung evtl. noch das eine oder andere bisschen Substanz hervorzaubern.

      LG

      Ruedi
    • Ruedi schrieb:

      Hallo Carry,

      das liest sich in der Wortwahl durchgehend sehr wohlklingend, allerdings komme ich an zwei drei Stellen ins gedankliche Schleudern. Ich glaube, da hat der Reim sowohl die Grammatik überrollt, als auch den Inhalt geleert. Konkret:

      Carry schrieb:

      sich langsam hin zur Erde neigen
      in Rot und Gelb das Herbstblatt schreibt
      Vor "...sich langsam" endete (für mich) ein Satz. Daher hängt diese Zeile in der Luft. Und wenn in der Zeile vorher kein Satz endete, dann geht es nicht korrekt weiter.Das Herbstblatt schreibt letzte Grüße? Hm, ich dachte man schreibt auf Blättern. Sehr ungewohnt.

      Carry schrieb:

      im Dämmerlicht schwebt leicht ein Reigen
      verweht die Zeit mit letztem Band
      Was bedeutet es, wenn die Zeit "mit letztem Band" verweht?
      Also, ich denke, da könnte eine Überarbeitung evtl. noch das eine oder andere bisschen Substanz hervorzaubern.

      LG

      Ruedi
      Lieber Ruedi,

      danke fürs Lesen und deine Meinung zu meiner Melancholie.

      Mit der Zeit verweht, zerreißt das letzte Band.

      Ich denke darüber nach, ob ich noch etwas daran basteln sollte.

      Derweil lieben Gruß
      Carry
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      C.M.

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      Blaise Pascal
    • Ruedi schrieb:

      Hallo Carry,

      müsste die Zeile dann nicht ganz einfach heißen:

      Zerreißt (verweht, trennt, kappt, zerschneidet....) die Zeit das letzte Band?
      Lieber Ruedi,

      ja genau, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. :)
      Ich überlege noch. :gruebel:

      Lieben Gruß
      Carry
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      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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    • Behutsalem schrieb:

      Hallo Carry!

      Ein wunderschönes Gedicht, Form, Metrik stimmig und in der Aussage
      huch, viel schöner kann man den Moment nicht auffangen;

      Ich kann wieder nur mein Lob hier lassen,
      und dir für dieses schöne Gedicht gratulieren;

      mfg. Behutsalem
      Hallo Behutsamlem,

      herzlichen Dank für dein Lob, es freut mich sehr, wenn es dir gefällt.

      Lieben Gruß und einen sonnigen, bunten Tag
      Carry
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