Die Stadt-Lore-Ley

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    • Die Stadt-Lore-Ley

      Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
      Dass ich so traurig bin,
      Ein Gedicht aus alten Zeiten,
      Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

      Ich meine eines von Heine,
      Nämlich die Lore-Ley;
      In Bern gibt es auch so eine,
      Darum zitiere ich Heine nun frei:

      Die Luft ist schlecht und die Masse
      Der Autos fließt lärmig daher;
      Wir befinden uns in der Länggasse
      Im täglichen Abendverkehr.

      Ein schönes Mädchen sitzet
      Dort oben im Hochparterre,
      Ihr goldenes Piercing blitzet,
      Sie kämmt ihr goldenes Haar.

      Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
      Ihr Name ist Lydia;
      Sie sitzt auf ganz wundersame,
      Bezaubernde Weise da.

      Den Fußgänger an der Ampel
      Ergreift diese Szenerie sehr;
      Er schaut nicht das Rotlicht, der Trampel!
      Er schaut nur ins Hochparterre.

      Ich glaube die Autos verschlingen
      Am Ende den armen Galan,
      Und das hat mit ihrem Kämmen
      Die Lore-Lydia getan.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Leontin Rau ()

    • Hallo Leontin,

      ich finde das toll in die Gegenwart geholt. Und nachdem ich mir jetzt den Originaltext von Heine danebengelegt habe, finde ich auch gar nichts mehr anzumerken.

      Super, wie du die Originalformulierungen mit deinen eigenen Worten gemischt hast. Auch das Metrum entspricht dem Original, soweit ich das beurteilen kann.

      Die letzte Frage, die Du dankenswerterweise offen lässt, ist, welcher Profession die Lydia nachgeht und ob es dazugehört, im Schaufenster zu sitzen. Es gibt ja da so Straßen, in denen das üblich ist.... ;) Auch das Rotlicht finde ich an dieser Stelle erwähnenswert, obwohl ja dem Sinnzusammenhang nach wohl eine Ampel gemeint sit.

      LG

      Ruedi
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