Ich bin anders, genau wie Du!

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    • Ich bin anders, genau wie Du!

      Bin ich es oder bin ich's nicht?
      Hat das für Dich denn ein Gewicht?
      Ich wollt' es Dir schon lange sagen
      Stell' sie mir ruhig die vielen Fragen

      Sag ich es Dir ganz ohne Scheu?
      Hab Angst das ich's dann gleich bereu'
      Kannst noch in meine Augen schauen?
      Wenn ich's Dir sag: Ich liebe Frauen!

      Bist' eine die mich danach schmäht?
      Die sagt dass zwischen uns nichts geht?
      Muss ich ihn wahren meinen Schein?
      Will lieber ganz offen zu Dir sein

      Denn ich bin gay und steh' dazu
      Sonst liebe ich genau wie Du
      Will Dich nicht damit erschrecken
      Bin es nur leid mich zu verstecken

      Dann ist der Augenblick zu Ende
      Als ich noch die Aspekte wende
      Ich weiß es kommt ein anderer Tag
      Und ein Moment wo ich's Dir sag'
      I swear that when our lips touch, I can taste the next 60 years of my life.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sushan ()

    • Dafür muss ich Dir danken.
      Denn Du hast letztens, in Deinem "Lyrisches Ich" Thema gesagt, ich soll was aus meinem Geschreibsel machen.
      Das habe ich versucht, auch wenn ich etwas vom Wege ab gekommen bin und letztlich etwas leicht anderes heraus kam, als beabsichtigt.
      Ich werde mich wohl noch mal daran versuchen, weil das ein Thema ist, welches mich beschäftigt.
      Nicht mehr so sehr wie früher, aber durchaus noch.
      I swear that when our lips touch, I can taste the next 60 years of my life.
    • Hallo Sushan,

      das anders sein kommt immer auf den Blickwinkel an.
      Menschen sind unterschiedlich, ob Hautfarbe, Religion oder Geschlecht.
      Zum Glück kann man heutzutage bereits in vielen Ländern sich dazu bekennen,
      aber es wird wohl noch lange Zeit brauchen, bis es zur Normalität gehört
      zu dem zu stehen und zu zeigen wer und was man ist.
      In der Zeile

      Sushan schrieb:

      Denn ich gay und steh' dazu
      würde ich Dir gern ein "bin" spendieren. ;)

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Sushan schrieb:

      ich soll was aus meinem Geschreibsel
      Liebe Yue, Geschreibsel klingt irgendwie abwertend. Du schreibst kein Geschreibsel, Du schreibst Poesie und oft sehr gute, das darfst Du Dir zu Gute halten. Die Themenwahl ist mutig, hat mit Dir zu tun, ist ehrlich und authentisch. Wer Deinen Mut bestraft, in dem er Dich mit Dreck bewirft , ist ein Feigling und zwar ein wahrer, echter Feigling.

      Herzliche Grüße
      Martin
    • Perry schrieb:

      würde ich Dir gern ein "bin" spendieren.

      Und ich war so stolz, dass ich nichts editieren musste...
      Habe es schnell mal geändert. Danke!

      @ euch beide:

      Es ist ja meistens nicht die Angst, vor großflächiger Ablehnung, durch die Gesellschaft. Da haben wir es hier durchaus gut und schon viel erreicht.
      Und ich sehe auch nicht nur die Probleme, auf Seiten der "normalen" Menschen, sondern durchaus auch die Unzulänglichkeiten auf "unserer" Seite, die teilweise recht hysterisch sind.

      Das größere Problem sind immer eher so die freundschaftlich zwischenmenschlichen Kontakte, wenn ich jemanden näher kennen lerne.
      Bei Männern ist das üblicherweise keine große Sache, aber Frauen reagieren bisweilen seltsam. Und es kam schon vor, dass sie dann Abstand suchten. Oder aber anfingen, irgendwelche Kleinigkeiten falsch zu deuten. Oder überhaupt zu deuten, wo es nichts gab.
      Zuletzt noch und darum geht es ja auch ein wenig, in meinem Werk: Vieles davon findet auch nur im eigenen Kopf statt. Wobei das schon viel besser geworden ist!


      Perry schrieb:

      bis es zur Normalität gehört
      zu dem zu stehen und zu zeigen wer und was man ist.

      Hier ist auch die Grenze sehr schmal.
      Damit normal umzugehen ist der richtige Weg. Man kann das Ganze aber auch zu offensiv betreiben.
      Ein Problem welches ich durchaus bei vielen sehe und das wird ja leider auch prominent im Fernsehen so gezeigt. Oft jedenfalls.
      Oder aber es wird von der anderen Seite als zu offensiv empfunden.
      Wo ich dann immer schwanke, ob mich das kümmern soll, oder nicht. Wir halten uns schon sehr zurück, in der Öffentlichkeit.
      Eben aus diesem Wissen heraus.

      Martin Heide schrieb:

      Die Themenwahl ist mutig, h

      Nur bei der Wahl des Titels habe ich gekniffen, wie ich zugeben muss.
      Da hatte ich erst was anderes und mich dann doch nicht getraut.

      Danke euch beiden!
      I swear that when our lips touch, I can taste the next 60 years of my life.
    • Ich finde das Gedicht einfach wunderbar. :thumbsup:
      Und ich bin zwar nicht lesbisch oder schwul, aber ich konnte mich mit den Zeilen trotzdem identifizieren.

      Zumindest mir geht es so, wenn mir etwas auf dem Herzen liegt und mir wirklich wirklich wichtig ist, dann fällt es mir schwer darüber zu sprechen und dann bereitet man sich vor, die Gedanken im Kopf veranstalten einen Hurricane und dann ist dieser Moment da... Und schon wieder vorbei...

      Danke für das Gedicht!

      LG
      3lifes
    • Sushan schrieb:

      Nur bei der Wahl des Titels habe ich gekniffen, wie ich zugeben muss.
      Da hatte ich erst was anderes und mich dann doch nicht getraut.
      Dein Titel trifft wie die Faust auf`s Auge Yue. Du hast ein Gespür für den "goldenen Mittelweg" und tust instinktiv das Richtige. Das mit dem gay-sein kenne ich ganz gut. Mein bester Freund ist Engländer und schwul. Er hat sich erst sehr spät geoutet. Er erzählte mir immer wieder, dass er sich nicht öffnete, wegen seinen sehr konservativen Eltern. Sein Vater hat im sein Anderssein erst kurz vor seinem Tod verziehen. Seine Mutter wusste es von Anfang an. Das Schwul-sein wurde zwischen beiden totgeschwiegen. Dieses Wort finde ich absolut schlimm, Schweigen und Tod ist eine furchtbare Bürde.

      Herzliche Grüße Yue
      Martin
    • 3lifes schrieb:

      Und ich bin zwar nicht lesbisch

      Meine Freundin würde jetzt sagen: Niemand ist perfekt.... :)

      Aber Spaß beiseite.

      3lifes schrieb:

      Zumindest mir geht es so, wenn mir etwas auf dem Herzen liegt und mir wirklich wirklich wichtig ist,

      Da sieht man doch wieder, dass es wir alle gleich sind und es überall dieselben Probleme gibt.

      Vielen Dank und Dir auch @Eiselfe!


      Martin Heide schrieb:

      Mein bester Freund ist Engländer und schwul.

      Die Männer haben es sowieso immer schwerer, finde ich. Vor allem was die Akzeptanz angeht.
      In der Öffentlichkeit fallen sie auch viel schneller auf und werden mehr angefeindet.

      Was die Eltern angeht, da hatte ich Glück. Es war nie so eine große Sache.
      Da kenne ich ganz andere Geschichten.
      I swear that when our lips touch, I can taste the next 60 years of my life.

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