Igel & Rabe

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    • Unter einem Strauch verborgen,
      sitzt ein kleines Igelkind,
      es macht sich noch keine Sorgen,
      hält das Näslein in den Wind.

      Zu ihm gesellt sich grad ein Rabe,
      krächzt ihm fröhlich Guten Morgen,
      ach, hätte ich doch diese Gabe,
      zu fliegen statt hier erdgeborgen,

      zwischen Wiesengrün und Strauch,
      herum zu wandern, Schnecken suchen,
      tief zu kriechen auf dem Bauch,
      hört man das Igelkind leis fluchen.

      Indes der Rabe denkt bei sich,
      hätt ich doch auch ein Stachelkleid,
      dann könnte ich mit jedem Stich,
      die Katz besticheln jeder Zeit.
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal
    • Ein typisches Carry Lied!
      Wie immer hat es mir großen Spaß gemacht! Du weißt Dich einfach auszudrücken!
      Toll finde ich die tiefe Wahrheit, die unter der Fröhlichkeit liegt: Wir sehnen immer nach jenem, welches wir nicht haben können.
      Daher rührt unsere immerwährende Unzufriedenheit. Aber richtig kanalisiert, kann sie einen auch weit bringen!

      Schönen Sonntag für Dich und bis zum nächsten Mal!
      She is the gold at the end of the rainbow
    • Liebe Sushan,

      ich danke dir für deinen schönen Kommentar und finde es prima, dass du in meinem Text doch etwas mehr entdeckt hast,
      Überhaupt finde ich, dass du wirklich gute und wundervolle Kommentare schreibst, wie ich es auch schon bei anderen Autoren lesen durfte.
      Wollte ich nur mal gesagt (geschrieben) haben.

      Es freut mich dich bei mir gelesen zu haben.
      Bis danny
      Carry
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal
    • Hi Carry,
      schöne idee, holpriges metrum. gerne gelesen!
      in der 1. strophe hältst du den vierhebigen trochäus durch (betonter verauftakt), danach wechselst du zwischen trochäus und jambus (unbetonter versauftakt) hin und hier, um schließlich beim technisch einfacheren jambus zu landen (letzte strophe).
      vorschlag: solange man nicht metrensicher ist, den trochäus meiden, er ist einfach anspruchsvoller. das heißt für dieses gedicht, die verse umzuschreiben, die trochäisch sind.
      je besser du die rhythmik einübst, umso mehr kannst du trochäen oder auch andere metren einsetzen. es ist, ich spreche aus erfahrung, tatsächlich eine frage der häufigkeit und auch des deklamierens eigener und fremder texte, dann klappt das mit den metren sicherlich. also: nicht irre machen lassen, irgendwann sitzt das.
      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Nun ja. lieber Walther,

      ich habe mich damit abgefunden, wohl niemals einen Preist für Literatur zu bekommen. :)
      Ich schreibe, wie immer, frei nach Pfote, ähm Schnauze, oder wie auch immer.
      Ob ich das jemals fehlerfrei hinbekomme, bezweifle ich doch sehr.

      Dazu reicht mein Talent nicht aus.
      Vielleicht sollte ich das Ding mit dem Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst besser lassen.

      Im Ernst, ich danke dir für deinen ausführlichen und fundierten Kommentar.
      Und Kritik, wenn sie berechtigt ist, kann doch schon sehr hilfreich sein.
      Schau mer mal.
      :gruebel:
      Man kann so alt werden wie eine Kuh… und wenn sie zu hoch fliegt, landet die vielleicht auf dem Mond, oder dahinter. :ditsch:
      Lieben Gruß
      Carry Q
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal
    • Carry schrieb:

      ...

      ich habe mich damit abgefunden, wohl niemals einen Preist für Literatur zu bekommen. :)
      Ich schreibe, wie immer, frei nach Pfote, ähm Schnauze, oder wie auch immer.
      Ob ich das jemals fehlerfrei hinbekomme, bezweifle ich doch sehr.

      Dazu reicht mein Talent nicht aus.
      Vielleicht sollte ich das Ding mit dem Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst besser lassen.

      ...
      Hi,
      wer sagt das? du? jurorInnen? ich habe das die ersten vier jahrzehnte meiner dichterei auch nicht hinbekommen. bis mich jemand dazu gebracht hat, mich selbst zu motivieren, an die leidliche feilerei zu gehen. das ergebnis war erst niederschmetternd, dann frustrierend, schließlich hoffnungmachend und am ende, nun ja, durchaus brauchbar.
      wenn ich das kann, kann das jeder andre auch. ich bin niemand besonderes.
      habe ich preise gewonnen? wie man's sieht. ein paar, aber keine großkalibrigen. macht freude, solche anerkennung, ist aber nicht das wesentliche.
      ich denke, es kommt vielmehr darauf an, was man als ziel erreichen will. mir war irgendwann dieses gefühl, es einfach nicht richtig gut hinzukriegen, nicht mehr genug. ich wollte es hinbekommen.
      und darum geht es: was will man als hobbypoet? holpernde schenkelschläger bauen oder mal ein rundum handwerklich gelungenes reimwerk?
      lg W.

      Sushan schrieb:

      Mir geht es auch immer so!
      Und je mehr ich an der Form rum bastele, desto mehr entgleist mir das Ganze. Im Zeugnis würde wohl stehen "Stets bemüht.
      hi Sushan,
      du hast viel zu viel talent (Carry auch, übrigens), um sich damit abzufinden!
      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Walther ()

    • Was das Metrum betrifft, stimme ich Walther zu, aber das ist zweitrangig. Die Aussage ist hier entscheidend und die ist eindeutig zu bestimmen.
      Die Sehnsucht nach etwas, was man nicht hat, aber gerne haben möchte, Eifersucht, auf das was andere haben.

      Die leichte Wortwahl macht den text zudem noch sehr verständlich.
    • Walther schrieb:

      Carry schrieb:

      ...

      ich habe mich damit abgefunden, wohl niemals einen Preist für Literatur zu bekommen. :)
      Ich schreibe, wie immer, frei nach Pfote, ähm Schnauze, oder wie auch immer.
      Ob ich das jemals fehlerfrei hinbekomme, bezweifle ich doch sehr.

      Dazu reicht mein Talent nicht aus.
      Vielleicht sollte ich das Ding mit dem Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst besser lassen.

      ...
      Hi,wer sagt das? du? jurorInnen? ich habe das die ersten vier jahrzehnte meiner dichterei auch nicht hinbekommen. bis mich jemand dazu gebracht hat, mich selbst zu motivieren, an die leidliche feilerei zu gehen. das ergebnis war erst niederschmetternd, dann frustrierend, schließlich hoffnungmachend und am ende, nun ja, durchaus brauchbar.
      wenn ich das kann, kann das jeder andre auch. ich bin niemand besonderes.
      habe ich preise gewonnen? wie man's sieht. ein paar, aber keine großkalibrigen. macht freude, solche anerkennung, ist aber nicht das wesentliche.
      ich denke, es kommt vielmehr darauf an, was man als ziel erreichen will. mir war irgendwann dieses gefühl, es einfach nicht richtig gut hinzukriegen, nicht mehr genug. ich wollte es hinbekommen.
      und darum geht es: was will man als hobbypoet? holpernde schenkelschläger bauen oder mal ein rundum handwerklich gelungenes reimwerk?
      lg W.





      Sushan schrieb:

      Mir geht es auch immer so!
      Und je mehr ich an der Form rum bastele, desto mehr entgleist mir das Ganze. Im Zeugnis würde wohl stehen "Stets bemüht.
      hi Sushan,du hast viel zu viel talent (Carry auch, übrigens), um sich damit abzufinden!
      lg W.

      Hallo Walther,

      also seit 40 Jahre, solange schreibe ich noch keine Gedichte /Texte, da wäre ja wahrscheinlich noch ein wenig Hoffnung für mich.
      Ich habe aber auch keine großen Ziele im Auge (aua tut doch auch weh), [img]https://www.poeten.org/wcf/images/smilies/smile.png[/img]
      sondern schreibe, weil es mir Freude bereitet. Das habe ich festgestellt, als ich anfing Tagebuch zu schreiben.
      Mein erstes Gedicht, ohje, es hätten dir die Haare zu Berge gestanden.

      Ich habe jedoch, für meine Enkelin, selber ein *Buch der Erinnerung* erstellt und ihr zum 18. Geburtstag geschenkt. Mit Texten von mir, selber ausgedruckt auf marmoriertem, etwas dickerem Papier. Das habe ich mir in einem Laden für PC Bedarf besorgt und dort auch, in einem festen Blauen Einband, binden lassen.

      Ich danke dir sehr für deinen Mut machenden Kommentar. So werde ich es halt versuchen und sagen: Beim nächsten Text wird alles anders, oder so.

      Schau mer mal
      Lieben Gruß
      Carry
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal
    • Freienweide schrieb:

      Was das Metrum betrifft, stimme ich Walther zu, aber das ist zweitrangig. Die Aussage ist hier entscheidend und die ist eindeutig zu bestimmen.
      Die Sehnsucht nach etwas, was man nicht hat, aber gerne haben möchte, Eifersucht, auf das was andere haben.

      Die leichte Wortwahl macht den text zudem noch sehr verständlich.

      Hallo Freienweide,

      ich danke dir für deinen Kommentar und deine Einschätzung für mein GedichtIgel und Hase.
      Mir kommt es in erster Linie auch auf die Aussage an, das sollte mich aber nicht davon abhalten, mir Walthers Rat zu Herzen zu nehmen um weiter an meinenTexten zu arbeiten.
      Ob es mir gelingen mag? Schau mer mal.

      Lieben Gruß
      Carry
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal
    • Hallo Carry,

      ein schöner heiterer Text. Nach dem lesen der Kommentare habe ich ihn ein zweites Mal (laut im Kopf) mit etwas mehr Aufmerksamkeit gelesen und festgestellt, dass die eine oder andere Zeile reibt, nicht ganz rund klingt. Dies gilt insbesondere für die gesamte zweite Strophe.

      Carry schrieb:

      Zu ihm gesellt sich grad ein Rabe,
      krächzt ihm fröhlich Guten Morgen,
      ach, hätte ich doch diese Gabe,
      zu fliegen statt hier erdgeborgen
      Ich dachte auch, das macht nicht so viel aus, macht es aber beim lauten Lesen doch. das hört man, auch ohne Experte zu sein und es benennen zu können. Ich für mich habe angefangen Silben zu zählen. Das ist etwas einfacher, als auf die Hebungen zu achten. Und da stelle ich fest: In der ersten Strophe hast Du das Schema 8-7-8-7 (Silben je Zeile), in der letzten 8-8-8-8. Beides klingt gut. In der zweiten Strophe sieht es so aus: 9-8-9-9. Das klingt nicht gut. Auch ohne die Berücksichtigung von Jambus / Trochäus.

      Ich habe festgestellt, das die Angleichung der Silbenzahl nicht gar so schwer ist (ein Füllwort weglassen oder einfügen, aus "gehen" "geh'n" machen oder umgekehrt z.B.) und regelmäßig lesen sich die Texte dann besser als vorher. Danach kann man ja auch auf die Hebungen achten. Ich möchte dich also ermutigen, da noch ein bisschen zu feilen. Deine Gedanken sind es wert, wie auch Walter schon geschrieben hat.

      Die 2. Strophe könnte dann mit einem Fassonschnitt auf 8 Silben so klingen:

      Zu ihm gesellt sich ein Rabe
      krächzt ihm fröhlich Guten Morgen,
      ach, hätte ich diese Gabe
      zu fliegen statt erdgeborgen

      Klingt aber noch nicht gut, weil in Zeile 1 und 3 unbetonte Silben aufeinanderfolgen (sich ein; ich diese). Dem lässt sich durch eine Umstellung abhelfen - dichterische Freiheit usw.:

      Zu ihm gesellt ein Rabe sich
      krächzt ihm fröhlich "Guten Morgen,
      ach, hätte diese Gabe ich,
      zu fliegen, statt erdgeborgen

      Und jetzt stellen wir fest, dass die 8 Silben in der letzten Zeile doch keine so gute Idee waren, weil jetzt hier zwei betonte Silben hintereinanderstehen. (statt erd-...) Also stellen wir die anfängliche Silbenzahl wieder her, damit der Rhythmus passt und nehmen die eingeschmuggelte Silbe einfach mal in Kauf. Dabei kann man das anfängliche "hier" verwenden oder auch ein passendes anderes einsilbiges Wort:


      Zu ihm gesellt ein Rabe sich
      krächzt ihm fröhlich "Guten Morgen,
      ach, hätte diese Gabe ich,
      zu fliegen, statt nur erdgeborgen

      Und so könnte man - Zeit und Wollen vorausgesetzt - aus einem netten gereimten Text einen gut gereimten Text machen.

      Wie gesagt: Nur Mut und nicht böse sein.

      LG

      Ruedi
    • Hallo Ruedi,

      vielen Dank fürs Lesen und deinen sehr ausführlichen Kommentar. Über deine Vorschläge werde ich wohl noch nachdenken, so ganz gefällt mir das aber nicht. Nur soviel, ich lese, wenn ich schreibe, mir den Text immer selber so vor, alsob ich eine Geschichte erzähle, da achte ich wenig auf die Silbenzahl. Habe es mir aber bei neueren Texten schon zu eigen gemacht.

      Mal sehen, ob ich das hier noch umbasteln werde. Erfahrungsgemäß wird dann aber nichts Besseres daraus.
      Muss ich halt was Neues schreiben. [img]file:///C:\Users\Standard\AppData\Local\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif[/img]

      Ich weiß gar nicht mehr, was zuerst da war, Der Text oder das Bild.

      Lieben Gruß in deinen Mittwoch
      Carry
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Carry ()

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