Zombie

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    • Zombie

      Meine Gedanken sind leer, mein Leib wie tot.
      Keine Schmerzen, keine Kraft, keine Freude, keine Not.
      Ich bin hier, doch lebendig bin ich nicht.
      Arme und Beine nur totes Gewicht.
      Die Augen leer, starren ins Nichts, fast blind.
      Meine Träume begraben wo auch meine Gefühle sind.
      Ein kaltes Herz schlägt schwer in meiner Brust.
      Die Leidenschaft für die Liebe und die Lust
      ist gewichen der Gleichgültigkeit für alles und jeden.
      Nur die bloße Existenz, kein Sterben, kein Leben.
      Die Welt könnte vergehen, es wär mir egal.
      Dieser Zustand. Ist er Segen oder Qual?
      Kann nicht lachen, hab meinen Schwung verlorn.
      Vielleicht wär es besser ich wär nie geborn.
      Meine Seele sagt mir "Dich will ja eh keiner haben"
      Will nur alles vergessen, mein Leben, meinen Namen.
      Abgeschottet schweben im Nichts , nur einer von Vielen.
      Wie ein Tropfen im Ozean, mit dem die Wellen spielen.
      Meine Gedanken sind tot, mein Leib so schwer.
      Hab keine Energie, fühl mich nur müde und leer.
    • Hallo Judas,

      auch wenn das LI hier kraftlos wirkt, die Worte sind – wie eigentlich immer bei deinen Gedichten – umso kraftvoller.
      Es ist traurig, aber genau solche Gefühlswelten nehmen auch in Deutschland immer weiter zu.

      Judas Steinbeck schrieb:

      Dieser Zustand. Ist er Segen oder Qual?
      Insofern maße ich mir nicht an, sie beantworten zu können. Ich bin jedoch der starken Überzeugung, dass die meisten zu Zweiterem tendieren. Daher glaube ich, lohnt es sich, alles dafür zu tun, die Energie wieder aufzuladen.

      LG Mesochris

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cheti ()

    • Hallo J.S.

      das ist zweifellos ein gut getroffener Schnappschuss einer (auf Dauer) lebensbedrohlichen Situation. Auch von den Reimen her gut durchgearbeitet. Versmaß ist nicht mein liebster Spielplatz, aber da scheinst Du auch etwas freier mit umgegangen zu sein. ist für mich völlig o.k., mache ich meist genauso.

      Ich könnte mir vorstellen, dass man noch eine gewisse Verdichtung erzielen könnte, wenn man die eine oder andere Wiederholung derselben Ideen / Gedanken rausnähme. U.a. sind mir als Wiederholung aufgefallen:

      Judas Steinbeck schrieb:

      Ich bin hier, doch lebendig bin ich nicht.

      Judas Steinbeck schrieb:

      Nur die bloße Existenz, kein Sterben, kein Leben Die zwei Zeilen drücken für mich dasselbe aus, es fehlt das Neue, Weiterführende dahinter

      Judas Steinbeck schrieb:

      Abgeschottet schweben im Nichts , nur einer von Vielen.
      Wie ein Tropfen im Ozean, mit dem die Wellen spielen hier ebenso

      Judas Steinbeck schrieb:

      Meine Träume begraben wo auch meine Gefühle sind.
      Ein kaltes Herz schlägt schwer in meiner Brust.

      Judas Steinbeck schrieb:

      Die Welt könnte vergehen, es wär mir egal. die drei Zeilen sind für mich auch ziemlich redundant.
      Natürlich kann man einen Gedanken nochmal durch eine Variation oder eine neue Metapher weiter illustrieren, doch wenn man als Leser durch beständiges "Wiederkäuen" den Eindruck bekommt, dass sich da einer nur um sich selbst im Kreis dreht, wird die emotionale Reaktion eher negativ sein. "Der jammert doch bloß". Und das wäre schlimm für das betroffene LI.

      kreative Grüße

      Ruedi
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