All die Gesichter

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    • All die Gesichter

      All die Gesichter tauchen auf.
      Ein tränenschwang’rer Dauerlauf
      aus Namen, Tagen, Jahreszahl’n
      Erinnerungen rennen auf mich zu.
      ein Laut, ein Duft, ein Kuss, ein Du –
      Bilder, die sich von selber mal’n.

      Refr.: Ihr wart noch nie vergessen.
      Ihr wart manchmal außer Sicht.
      wir haben zusammengesessen
      bei Tee und Kerzenlicht.
      Vor meinen Augen fügen sich
      die Bilder dicht an dicht.

      Ihr wart mir lange aus dem Sinn.
      Ihr gingt wohin, wo ich nicht bin
      doch seid mir heut noch innen nah.
      Dort altert ihr nicht so wie wir,
      dort bin ich jung, so jung wie ihr
      und spüre Leben, wie’s mal war.

      Refr.: Ihr wart noch nie vergessen…

      Ja weißt Du noch; wie war das doch?
      Mal fehlt ein Tag, mal gähnt ein Loch
      an Plätzen wo ich sehnend stand.
      Jetzt steh‘ ich weit davon entfernt,
      ich habe viel und nichts gelernt.
      Nun schätz ich, was ich bei euch fand.

      Refr.: Ihr wart noch nie vergessen…

      Wir trennten uns nur selten bös,
      egal wer damals wen verließ,
      wir dachten jeder sei für ewig hier.
      Und heute ist’s im Herzen wahr:
      Ihr seid so nah, wie ich’s euch war.
      Da fällt mir auf…
      ich bin bei mir.

      (inspiriert von Reinhard Meys „Komm, gieß mein Glas noch einmal ein“)
      © Rüdiger Jess

      Verwendung der Texte nur nach schriftlicher Zustimmung des Rechteinhabers


      I'm abusing WhatsApp! 8o
    • hallo Ruedi;

      Erst Kunze, jetzt Mey.. ich glaube wir haben den gleichen Musikgeschmack; :)
      Fehlt nur noch Hoffmann und dann glaub ich's kaum;
      Wobei ich aber sagen muss dass ich das Lied, Komm, gieß mein Glas noch einmal ein nicht kenne.. .werd mal Youtuben müssen....

      Zu deinem Liedtext;

      Hier geht es um den Umstand des Älter werden; Das zusammenfügen von Bildern aus Erlebten; so fern es noch gelingt;
      Ein Lied das die Erinnerung hoch leben lässt, das der Tatsachen und dem Alter ins Auge sieht;

      Das hier ist mein Favorit; sehr toller Gedankengang;

      Ruedi schrieb:

      Ja weißt Du noch; wie war das doch?
      Mal fehlt ein Tag, mal gähnt ein Loch
      an Plätzen wo ich sehnend stand.
      Jetzt steh‘ ich weit davon entfernt,
      ich habe viel und nichts gelernt.
      Nun schätz ich, was ich bei euch fand.
      Vor allem V2 Mal fehlt ein Tag, mal gähnt ein Loch....

      Gefällt mir gut, würde ich gerne gesungen, hören, können, wollen;

      mfg. Behutsalem
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Behutsalem ,
      Wie schön, dass doch mal jemand auf diesen Text gestoßen ist. Und vielen Dank für das wohlwollende Feedback. Das habe ich geschrieben als ich um die 30 warund feststellte, dass fast keiner meiner Schulfreunde und den Leuten aus unserer evangelischen Jugendgruppe mehr Teil meines Lebens war.
      LG
      Ruedi
    • Hallo Behutsalem,

      ich finde deine Interpretation überhaupt nicht daneben. Ob man mit 30 auf das 18-Järige Selbst zurückblickt oder mit 80 auf seine jüngeren Ichs ist dasselbe Geschehen, unterschieden durch die Länge des zu überblickenden Zeitraums und die Veränderungen oder die Reifung der Persönlichkeit.

      Also eher ein Unterschied in Quantität und Qualität, aber der "Mechanismus" ist der selbe.

      LG Ruedi
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